Montag, 16. Januar 2017

Montags-Mandala (113)














Montags mit einem selbst gestalteten Mandala die neue Woche achtsam beginnen und sich auf die kommenden Tage einstimmen, auf dass sie möglichst "rund" werden, ist mir seit über zwei Jahren zur Gewohnheit, zum lieb gewordenen Ritual geworden. Am liebsten mache ich das draußen, im Garten, im Wald. Heute bin ich aber schon seit dem frühen Morgen unterwegs. Da zeige ich euch einen Platz für Mandalas, den ich neulich in Cottbus an der Spree entdeckt habe. 








Weit hinten könnt ihr auf dem Weg einen Baumstubben erkennen. Lange Zeit stand da ein Baum "im Weg". Nun ist er gefallen, aber sein Stubben ist noch da. Spontan habe ich angefangen mit dem Finger Herzen darauf zu malen und kleine Zweigspitzen hineinzulegen. Kreislauf von Werden und Vergehen. Ich könnte öfter hierher kommen, wenn mir an meinem Cottbuser Schreibtisch nach einer Pause ist.








Seit Ende Januar 2016, heute zum 40. Mal, verbinde ich mit jedem meiner Montags-Mandala-Beiträge eine "Spur des Gelingens" im Zusammenleben mit Geflüchteten und bei ihrer Integration, einen Schimmer Zuversicht..., Ermutigung... Solcherlei Spuren des Gelingens, die Pfade, Wege, Straßen werden können, gibt es viele. Mir stehen sie viel zu wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Deshalb mache ich hier wöchentlich auf eine aufmerksam und freue mich, wenn auch ihr solche Spuren entdeckt und von ihnen erzählt.










Mehr und mehr arbeiten auch Umweltbildner/innen daran mit, sinnvolle Freizeit- und Bildungsangebote mit Geflüchteten zu entwickeln. Beispiele aus Bayern sind z. B. in dieser Broschüre "Bayern ist bunt" zusammengefasst. Nicht nur reden, sondern gemeinsam draußen sein und gemeinsam für Natur und Umwelt etwas Handfestes tun - eine gute Möglichkeit einander kennenzulernen und sich auf einen gemeinsamen Weg zu begeben.








Ich wünsche euch von Herzen eine gute Woche! Ich werde mich wohl erst mit "Meiner Woche" am Sonntag zurückmelden können. Gerade habe ich - diesmal außerhalb der Schule - noch einmal viel Arbeit vor mir, bevor es in die verlängerten Winterferien geht.


Mein Freund, der Baum
Winterzeit bei Astrid
Naturdonnerstag
 

Sonntag, 15. Januar 2017

Meine Woche - 2017 - 1/2



Gern möchte ich ab diesem Jahr wie Astrid und Andrea und Gretel ein wenig über meine Wochen festhalten... Vor allem für mich selber, zum Nachschauen, Nachsinnen, Erinnern. Aber wenn auch ihr Freude daran habt, umso besser... Für den Anfang sind es gleich zwei Wochen, denn am letzten Sonntag hatte ich erst mal die Weihnachtszeit noch einmal Revue passieren lassen. Hänge etwas hinterher, merke das auch, und insofern bin ich froh, wenn noch eine Weile Winter ist und Rückzugsmöglichkeit...








Anfang Januar hatte unser Kollege das Lehrerteam zum Brunch eingeladen. Da ich mit dem Bus fuhr, war ich zu früh und hatte noch Gelegenheit zu einem ausgedehnten Spaziergang, mit See- und Eisblick...









Viele Postkarten habe ich mit meinen selbstgeschnitzten Stempeln aus dem #carvedecember auf Instagram gemacht, alles mögliche geeignete und gesammelte Kartenmaterial  bestempelt, beschrieben und verschickt...











Leider nur vorübergehend hielt der Winter Einzug in meinen Garten. Nun sind nur noch ein paar Spuren zu sehen, kaum noch Schnee, aber es ist Frost. Dabei beschäftige ich mich gerade für meine Arbeit sehr mit dem Winter und könnte etwas weiße Anschauung gern noch gebrauchen.









Einen halben Berlin-Tag gab es Anfang Januar auch. Leider fuhr wegen der Schneeflocken eineinhalb Stunden lang keine S-Bahn auf meiner Strecke, so dass aus dem Bummel Unter den Linden nichts wurde und ich gleich zum Potsdamer Platz fuhr. Ein leckeres Kartoffelsüppchen schlug mir fast auf den Magen, sowas von teuer. Eigentlich wollte ich mal wieder ne richtige Berliner Currywurst essen, aber die sollte 12,50 € kosten, also nee.








Um 20.00 Uhr war ich im Kammermusiksaal der Philharmonie mit dem aus Sachsen angereisten Gefährten verabredet. Wir erlebten ein großartiges Konzert mit World Brass. Das Ensemble lernte ich in seinen Gründungsjahren in den 90ern schon zu den Neujahrskonzerten in der Kirche Zossen kennen. Und die machen sie immer noch da, toll!









Ein schlittriger Einkaufsgang ins Dorf brachte mir Sonnenlicht und rufende Kraniche über mir und einen Rucksack voller Zutaten für die Wochenendmahlzeiten. 










In Gedanken und mit meinem Herzen war ich oft bei liebsten Freundinnen, eine hat noch vor Weihnachten von ihrer Mutter Abschied nehmen müssen, die andere pflegt gerade ihre Mutter zu Hause, die letzte Reise kann sehr lange dauern.













Einen wunderbaren stillen Wochenendspaziergang hatten wir letzten Sonntag zum See. Inzwischen war die Eisdecke schon wieder sehr brüchig, aber nun ist wieder Frost. Zum Raufgehen hat es leider noch nicht gereicht, wie meist in den vergangenen Jahren.













Diese Woche reiste ich am Montagmorgen in der Früh mit dem Gefährten mit an meinen Cottbuser Lieblingsschreibtisch.













Dorthin nehme ich immer meinen Bürokram mit, sitze am Rechner und übe dann auch mal mehr Japanisch, denn 14tägig am Dienstagabend drücken wir die Schulbank, um für eine anstehende Reise ein wenig Gespür für die Sprache zu bekommen...












Dienstag verbrachte ich eine schöne Mittagspause beim Spazierengehen draußen an der Spree (Beitrag dazu kommt bald) und brachte mir und euch dieses bezaubernde Engelchen mit.














Ich mache zum ersten Mal bei Carla Sonheims Jahreskurs mit. Jeden Tag gibt es einen kreativen Impuls. Aber ich schaffe es nicht jeden Tag mich darauf wirklich einzulassen und loszulegen. Zum Glück gibt es eine von zwei Kursgruppen, die "In my own time" heißt, so kann ich ganz ohne schlechtes Gewissen rumbummeln. Aber die Aufgabe, aus zwei zufällig ausgewählten Worten etwas zu machen, inspirierte mich sogleich: random pick drawing. Carla gab "elephants and clocks" vor, mein deutsches Hirn konstruierte mal eben "Elefanten und Glocken" statt "Uhren", und so gab es von mir bimmelnde Elefanten, mit Papieren, die am Montag auch aus Carlas Aufgaben entstanden waren (glue stick resist und watercolor scraping). Dazu reichten Druckerpapier und ein Farbkasten, der in Cottbus steht...




 
Eine der Cottbuser Dorfkirchen.









Am Mittwoch nach der Rückfahrt aus Cottbus besuchte ich meine Freundin und ihre alte Mutter. Schöne Stunden. Die nun schon so sehr alte Dame hat mich sogar erkannt und ganz bezaubernd angelächelt. Sie kennt mich seit Kindheitstagen und war mir - seit ich ihre Tochter kennenlernte und mich mit ihr anfreundete, mehr Oma als es meine eigenen mir sein konnten. Jedes Jahr Weihnachten bekam ich selbstgebackene Plätzchen, manchmal einen Pflaumenkuchen, immer ein liebes Wort und eine herzliche Umarmung. Was ich am Donnerstag gemacht habe, könnt ihr hier nachlesen bei 12 von 12












Am Freitag begann ich mit meinen Vorbereitungen für die anstehenden beruflichen Termine bei mir zu Haus. Da ist immer mal wieder Einiges umzuräumen und für die konkreten Anlässe herauszusuchen und bereitzustellen. Und ich finde immer so dies und das. Diesmal aus einer kleinen Kiste Notizen von vor 10 Jahren, die ich mir machte, wenn ich Radio hörte oder in Zeitschriften las... Vieles konnte jetzt weg davon - verinnerlicht oder nicht mehr interessant... - aber die Schnipsel oben habe ich mir aufgehoben. Was zu lesen, zu schauen, zu hören...









Am Samstag rückte ich meiner Garderobe zuleibe. Die Deckenbeleuchtung im Flur und einem Teil des Hauses ist seit längerer Zeit ausgefallen (wahrscheinlich von meinen tierischen Dachbewohnern lahmgelegt) und größere Handwerkereien stehen bevor. Trotzdem brauche ich da vorne Licht, jetzt sofort... Tadaa, hat geklappt. Dabei habe ich gleich mal angefangen noch etwas umzuräumen (noch nicht fertig, bin noch beim Putzen, wenn schon denn schon...) und dabei ging - oh weh - meine aus Ton vor fast genau 7 Jahren mit geschlossenen Augen um einen Zweig geformte Schlange zu Bruch... (sehenden Auges hätte ich das damals niemals hinbekommen..., mir war auch während der Formerei gar nicht bewusst, dass das eine Schlange wird..., aber nun habe ich sie sehenden Auges kaputt gemacht.) Wahrscheinlich hatte sie ihre Aufgabe für mich erfüllt...














Zum Abendbrot - nach Räum- und Putztagen habe ich keine Lust mehr auf große Kocherei - gab es gestern "schnellen" Flammkuchen, dazu Wasser und Wein. Im Wasser erschien doch tatsächlich ein Stückchen Regenbogen...

  
So, ihr Lieben, genug geplauscht für heute. Habt einen schönen Sonntag!




Papierliebe Gesammeltes
Bunt ist die Welt
Samstagsplausch
Sonntagsfreude
Sonntagsglück

Weekend reflections

Donnerstag, 12. Januar 2017

12 von 12 - Januar 2017



Morgens Vögel füttern, enttäuscht vom Tauwetter...










Etwas Bürokram erledigt.







Ein bisschen Winterpost an Große und Kleine geschrieben.




 


Hausarbeit am Spülbecken und an der Waschmaschine. Dann Komposteimer nach draußen gebracht und dabei auf der Terrasse die "Vogelstraßen" entdeckt. Neue Wege sind Michaelas Muster-Thema im Januar.



 







Vom Sandhaufen beim Nachbarn einen halben Eimer frischen Sand geholt, den Matsch beiseite geschoben und vorsorglich gestreut, es soll ja wieder frieren.









Die Draußenzeit mit einem Gang zum See beschlossen und die Wege auf dem Eis begutachtet. Sie stammen von Sprüngen im Eis und vom nach oben gesprudelten Wasser, denn zum Betreten oder Befahren war das Eis noch nicht stark genug.






Am Ufer ein Mandala entdeckt, der kleine "schlappe" Ball schwamm uns im Sommer zu...








Aus dem Briefkasten die abendliche Bettlektüre für heute gefischt und eine zauberhafte Karte zum Neuen Jahr von ihr gefunden... Soooo tolle Schrift! mich soooo gefreut ;-). Dankeschön!







Auf zwei Kalenderblättern Musterspuren für Michaela entdeckt. Links mit Berlin-Foto vom Sohn, rechts mit Foto und Text von Iria. Mich daran erinnert, wie ich vor einem Jahr in Freiberg nach einem ihrer Lieder eine Spirale im Schnee gelaufen bin.











Den Stapel mit Material zur Vorbereitung eines Winterabends mit Gästen erweitert.









Mit den Mädchen von der Schulgarten-AG in der tollen Lehrküche Vogelfutter "gekocht", nach diesem Rezept: 
125 ml/g Raps- oder Sonnenblumenöl oder Kokosfett erwärmen, mit
1 kg Haferflocken solange verrühren, bis die Flocken von einer dünnen Fettschicht überzogen sind, mit
1 kg Sonnenblumenkernen und 
Nüssen und Rosinen mischen.
Da ist für jedes Vögelchen was dabei. 
Und die Mädels haben ihre Tüten stolz davon getragen.






Beim Verlassen der Schule überraschend an diesem Grauwettertag einen Himmelsweg zur Sonne entdeckt.







Nun freue ich mich, dass der Akku des Notebooks noch nicht schlapp gemacht hat, habe nämlich das Netzteil in Cottbus vergessen... Hoffentlich reicht es dann auch noch zum Verlinken. Aber eure Tage kann ich mir ja dann per Handy angucken ;-).




12 von 12 
Mustermittwoch - Neue Wege

Dienstag, 10. Januar 2017

Winterzeit




Junge Kiefern verwandeln sich mit Schneekleid in Tänzerinnen. Meinem Gartentor gegenüber.















Ich folge Astrid gern und verrate 10 Fakten über mich und den Winter. Dazu Fotos von zwei winterlichen Draußenzeiten, Einkaufen im Dorf fürs Wochenende und Sonntagsspaziergang zum See. Vorab: Natürlich mag ich alle Jahreszeiten... Sonst hieße mein Blog wohl nicht so, wie er heißt ;-) 





Die Straße ins Dorf, mein Weg zum Wochenendeinkauf.
 
Kraniche, nun müssen sie doch noch weiter in den Süden ziehen..., Frost, Schnee, kein Futter...







1. Ich erinnere mich gern an meine Brandenburgischen Kindheitswinter in den Sechzigern. Rodeln, Skilaufen, Eisrutschen, Engel in den Schnee malen und langen drei Wochen Winterferien... Alles in gemäßigtem Tempo, möglichst, und in riesigen Gruppen von Kindern. Mit kalten Backen, tauben Fingern und Zehen und nassen Klamotten heimkommen, abgerubbelt werden und heißen Kakao trinken.




 
Lange blaue Schatten.








2. Ein Rodelausflug verpasste mir im Alter von 7 Jahren meine zweite Narbe, am Knie, weil mir so ein Bürschchen seinen Schlitten in die Fahrbahn schleuderte... Ich habe mich erst abends - als ich die an der Wunde festgeklebte Strumpfhose nicht ausziehen konnte - getraut es meinen Eltern zu sagen... Mein Versuch als Backfisch bei zwei Winterferien-Reisen ins Zittauer Gebirge Abfahrt-Ski zu lernen, ging gründlich schief, ich verlor immer die Skier. Ich mag ja auch dieses Tempo gar nicht.





Zauberwelt-Grafiken...






3. Wie Astrid mag ich keine Wintersportarten, jedenfalls sie nicht selber praktizieren. Als ich noch einen Fernseher hatte, konnte ich mich der Ästhetik dieser Sportarten aber nicht entziehen und habe Stunden zuschauend verbracht...













4. Ich gehörte zu den Glücklichen, die zwar im ungeheizten Schlafzimmer, aber doch unter einem dicken "Plumeau"-Berg gewärmt aufwachen und Eisblumen am Fenster bestaunen konnten. 


Unvergesslich prägte sich mir dies auch mit Reiner Kunzes Gedicht ein:

wenn die post 
hinters fenster fährt 
blühn die eisblumen gelb





Meine Straße, in die andere Richtung geschaut, inzwischen liegt mehr Schnee und die Sonne ist weg...







5. Im trockenen Winter, bei Temperaturen um - 5°C, fühle ich mich am wohlsten. Nasskälte und schneidenden Wind mag ich sehr viel weniger. Ich trage volles Winterprogramm: Dicke Jacke, Mütze, Schal und Handschuhe, und bei extremer Kälte auch mal noch eine Baumwollstrumpfhose unter der Hose.






Verlassen die Bootsstege der Anlieger. Auch der Eisvogel sitzt jetzt nicht hier an, er braucht offenes Wasser.
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6. Ich bin froh, seit zwei Jahren kein Auto mehr zu haben und im Winter bei Schnee und Eis nicht oder zumindest nicht selbst fahren zu müssen. Wie sehr mich das - einen Unfall eingeschlossen - angespannt hat, merkte ich dann erst ohne Auto. Solche Erleichterung.





Der bekannte Seeblick. Die Absperrbojen am Strand blieben dieses Jahr im Wasser, stecken nun im Eis.




7. Zu meinen unangenehmsten Wintererlebnissen zählen das Mit-Anschiebenmüssen eingefrorener Autos im Kindesalter, zusammengefrorene Kohlen zu schippen und vor 20 Jahren eine Silvesterreise nach Bad Ischgl mit einem Bus-Ausflug in ein "typisches" Wintersportgebiet. Fußgänger waren in der Baude oder auf deren Terrasse festgenagelt, sonst gab es nur Piste. Wie gern wäre ich in die Wälder gestiefelt...






Blick in die Erlenkronen



8. Auch hier geht es mir wieder mal ähnlich wie Astrid: Wenn eine Schneedecke alles Graue und Hässliche überzieht und das Lärmen der Stille weicht, mag ich das sehr. Wenn Reif und Schnee die Landschaft verwandeln, kann ich mich nicht satt sehen. Dass der Winter in unseren Breiten nur noch selten ein Schneewinter ist und der See nur noch manchmal so zufriert, dass wir ihn betreten können, finde ich schade. Die typischen Geräusche der singenden, rufenden und berstenden Eisfläche geraten in Vergessenheit...





Festklammern an der "Steilküste".





9. Vor ein paar Tagen schickte meine Tochter ein Foto mit ihren beiden kleinen Mäusen im Schlitten... Vor über dreißig Jahren wurde sie selber so gezogen, die Schwester hinter sich, das Brüderchen vor sich... Es ist immer noch die gleiche Kinderfreude, nur die "Verpackungen" sind heut wohl besser, also jedenfalls hatten wir solche nicht ;-)










10. Manchmal trinke ich auch im Winter im Garten einen Tee..., gehe mit dicker Jacke und dem Becher in der Hand hinaus in die Stille draußen, manchmal mit ein paar Vögelchen um mich herum. Aus der Kälte in ein warmes Zuhause kommen zu können, herrlich... Ein Privileg. Sich zurückziehen, auch in sich selber zurückziehen, einkuscheln, lesen, schlummern... Und dann mal wieder Vivaldis "Winter" hören.






Aus Naturverjüngung entstandener "Kiefern-Kindergarten"



10 Fakten über mich und den Winter
Natur-Donnerstag