Samstag, 22. April 2017

Meine Woche 2017 - 16























Ostern war ja der Sohn zu Besuch, und trotz Kälte, Regen, Graupel und Wind schafften wir es noch im Garten einen großen Schirm aufzustellen, unter dem die Seminarteilnehmer und ich weiterarbeiten können, wenn's regnet... Und von einer Baustelle gerettete Rosen kamen in die Erde. Hoffentlich, hoffentlich treiben sie aus... Genug Küchenkräuter wachsen im Garten auch bei Kälte und zusammen mit jungen Blättern von Giersch, Löwenzahn, Gundermann, Birke und Ahorn ergänzten sie einen grünen Salat. 












































































Am Ostermontag reichte eine Wolkenpause, um auf der Terrasse des Bienenhauses im Nachbarort sonnig Kaffee zu trinken. Dann brachte ich den Großen zum Bahnhof und hielt unterwegs für ein Himmelsbild an, an einer alten Stelle, an der ich früher oft anhielt zum Fotografieren. Nun komme ich da nur noch selten vorbei.


















Nach Ostern ging ich ernsthaft daran meine Seminare in der kommenden Woche vorzubereiten. Da ist immer allerhand zu räumen und herauszusuchen, anzuhängen, wegzulegen. Auf diese Art kamen diese Steine - Urlaubsmitbringsel - erst mal nach draußen auf den Tisch mit dem Ahornblütenschnee... Ein Gang zum See war auch noch drin. Und auf der anderen Straßenseite erblühte der Pfirsichwildling. Solche achtsamen Momente genieße ich und sie helfen mir durch "dicke Tage".








 


Wie mir auch die Post gut tut, die ich auch in der vergangenen Woche wieder hocherfreut aus dem Briefkasten ziehen durfte, unter anderem von Martina ein weiteres allerschönstes Frühlingsminibüchlein zum Kresse- und Radieschengärtnern - alles drin ;-). Und von Birgit eine liebe Karte. Danke euch beiden! Eine hochwillkommene Abwechslung war auch wieder unser Frauenfrühstück zu dritt bei einer Freundin...





 




Auf dem Rückweg eine Stippvisite im Schulgarten, wo die Kinder zum Expertentag kräftig geackert haben. Zwei weitere Hochbeete stehen... Und auch hier steht ein Pfirsichwildling in voller Blüte...












Und wieder gab es tolle Post, von Mano eine Frühlingsvogeljubelkarte und Schnippelpapier, hach! Danke. Geschenke von den Freundinnen habe ich auch vom Frauenfrühstück mitgebracht, selbstgemixtes Müsli und Rosen. Da ging mir die Arbeit doch gleich leichter von der Hand. Für Tisch- und Wandschmuck zum Frühlingsabend fast alles bereitgelegt und auch schon fast fertig gestaltet.






 


Das war auch vonnöten, denn wieder bin ich unterwegs und komme erst am Veranstaltungstag wieder. Da möchte dann alles soweit sein, damit ich vorher noch etwas Ruhe habe... Für den Veranstaltungs-Rahmen ist also schon vorgesorgt, die -Inhalte habe ich in meinem kleinen Rolli mitgeschleppt, von dem eine Bekannte heute morgen glaubte, es wäre mein neuer Hund. Nein, kein Hund, Bücher... Ich habe im Zug schon fleißig gelesen und vorsortiert... Und das schöne Mauerwerksband am  - sonst augenscheinlich vor sich hin verfallenden Bahnhof Brand - fotografiert. Dort kommen die Bahnreisenden an, die zu Tropical Islands wollen... Kein schöner erster Eindruck, aber "daselbst" ist wohl alles "schick", doch dahin zieht es mich nicht.









Nun bin ich in Freiberg, habe die Bücher ausgepackt und erst mal eine Lockerungsübung gemacht, im sketchbook. Könnt ihr am Mittwoch sehen. Ansonsten ist hier nämlich die kommende Woche über Pause, auch, was wir - außer die Nasen in Bücher stecken - hier das Wochenende über in Freiberg machen, erzähle ich dann erst am kommenden Wochenende. Muss gerade meine Konzentration ein bisschen beieinander halten.






Habt ein stärkendes Wochenende und habt es gut miteinander.



Samstagsplausch
In heaven
Frühlings-Mailart

Donnerstag, 20. April 2017

Schwarzpappelhof

Ich hatte schon erzählt, dass ich dort, im Schwarzpappelhof in Rott, am ersten Aprilwochenende zu einem Seminar war. Natur- und Achtsamkeitserfahrung - dazu war auch der Garten - eine gelungene Mischung von formaler und naturnaher Gestaltung, mit Kunst und liebevoll in Szene gesetzten Details - wie geschaffen... Frühmorgens vor dem gemeinsamen Frühstück um 8.00 Uhr habe ich da schon meine Runden gedreht, tief frische Luft geholt, gelauscht und geschaut... Samstagmorgen, der erste Blick aus dem Fenster, dann hinaus in den Garten...




Obstgarten mit Bauerngarten im Werden.


























































































Die Landschaft in den Garten mit einbezogen.

Jubilierende Drossel auf ihrer Fichten-Singwarte.

Blick aus dem Garten in den Dreiseithof mit Wohnhaus, Gemeinschaftsküche, ein paar Zimmern für Übernachtungsgäste und rechts dem auch als Seminarraum zu nutzenden Yogaraum.

Ein Ofenblech an der Wand, hat es doch das Vorsichhinrosten zu einem grafischen Kunstwerk gemacht. Für Tonaris Rost-Parade.


Frauenmantel sucht seine eigenen Wege im Pflaster rund um die alten Töpfe vor der Mauer mit Efeu und altem Holz.






Ein Seminar mit täglich zweistündiger Mittagspause - das ist wunderbar entschleunigend..., und dem Seminarziel, auch die eigene Achtsamkeit zu erfahren und zu üben, sehr zuträglich. Ich lag da unter Bäumen im Gras, die Erde unter mir spürend, Gräser und Blumen und Summen um mich herum, der Himmel über mir...
















Abendstimmung, die Sonne sinkt und wirft im Hause Schatten...




Bad mit Fisch. Für Andivas Fisch am Freitag.




Früher Sonntagmorgen im Garten, wieder vor dem Frühstück. Ich freue mich, dass ich wiederkommen werde, dorthin, an diesen schönen Platz im Westerwald. Der Westerwald war auch Heimat meiner Urgroßeltern väterlicherseits. Schön, den Erzählungen meines Vaters von seinen Ferien mit den Cousins auf dem Bauernhof im Westerwald nun auch eigenes Erleben hinzufügen zu können.





Der Namen gebende Baum für den Schwarzpappelhof am Gartenrand.



Noch einmal über den Gartenzaun der Blick ins Weite.... So eine Randlage ist toll... Und vielleicht versteht ihr nach diesen Bildern besser, warum mir das Bahnchaos zu überstehen nach diesem Wochenende gar keine große Mühe machte...

















Habt einen schönen Tag! Mit achtsamem Blick auf die kleinen und großen Freuden am Wegesrand.











Naturdonnerstag

Rostparade  
Fisch am Freitag



Mittwoch, 19. April 2017

Muster-Mittwoch - Fenster (3)






Bei unserem Aufenthalt im Ryokan in den Bergen - das Eckzimmer oben war unseres - mochte ich die mit Papier kaschierten hölzernen Schiebefenster und -türen sehr gern. Sie lassen viel Licht in den Raum und schützen dennoch vor Sonne und allzu neugierigen Blicken. Die Möglichkeiten der Verwandlung durch Schieben und Auf- oder Zuziehen waren schier unerschöpflich...






















































Nachts schoben wir die Zwischentür zur Veranda zu und auch die meisten Fenster, aber ein fensterbreiter Spalt blieb mindestens offen..., ich brauche den freien Blick nach draußen, und so ist immer ungeschriebenes Gesetz, dass ich das dem Fenster am nächsten liegende Bett bekomme ;-). Morgens aus der Futonperspektive hatte ich dann diesen Blick.


































































Die Fenster an der Zimmerecke wurden morgens sofort wieder "freigeschoben" für den unverstellten Blick nach draußen. Je nach Sonneneinstrahlung wurde dann hin und her und rauf und runter geschoben, die Rahmen ließen sich ganz leicht bewegen und arretierten wie durch Geisterhand von ganz allein ohne irgendwelche Ritzen oder Ösen in der vorgesehenen Höhe, genial einfach....










Auch die Außenfenster ließen sich durch seitliches Verschieben öffnen, und so konnten wir Sonne und Frischluft auf unserer Veranda ungestört und ohne zu frieren genießen. Wenn ich geahnt hätte, dass das Aprilmusterthema Fenster heißt, hätte ich vielleicht noch ein paar mehr Fenstervarianten fotografiert... Aber immerhin haben sie mich so fasziniert, dass ich überhaupt mehr als ein Foto gemacht habe...  Entstanden sind die Fenster und das Licht in den Häusern mal durch "Bildung". Die ärmlichen der japanischen Häuser hatten nämlich weder Strom noch teure Washipapiere für die Fenster geschweige denn richtige Fenster, jedenfalls keine Scheiben in den Rahmen, die meist zugehängt waren und die Räume so einigermaßen warm hielten, aber stark verdunkelten. Infolge der Schulpflicht für alle Kinder fielen in den Haushalten die Papiere mit diversen Schulübungen an, wurden vor die Fensterrahmen geklebt und ließen nun immerhin Licht hindurch.









Das Fenster aus dem Wohnzimmer, hinter dessen Papierscheiben auch noch Gardinen eingeschoben waren, die Schatten warfen, habe ich vermustert zu feinen leichten Karostoffen...






























 


Ein Papier-Shibori-Experiment  mit übrig gebliebener Batikfarbe (wenn ich nun noch wüsste, welches Papier ich da ausprobiert habe) habe ich vorübergehend an mein Fenster geklebt... Verwandelt das gerade so Grauhimmelige ein bisschen ins Blaue ;-)



 









Und ins Skizzenbuch habe ich auch noch geschaut, da war noch was zum Glück, gerade ist die Schnippel-Klebe-Druckzeit für die kommenden drei Wochen etwas rar geworden...





Unten links der Blick aus dem Idemitsu-Museum in Tokio auf den kaiserlichen Garten, Mitte oben im Folk Crafts Musem in Tokio, wegen Fotoverbot beides aus Prospekten und nebst anderem ins sketchbook geklebt...





Die Transparenz von Innen nach Außen begeistert und zieht mich immer wieder sehr an... (Foto aus einem Prospekt)




 

Mustermittwoch
MMI - japanische Fenster