Mittwoch, 4. Mai 2016

Karierte Tage...









 

Zwei Enkelinnen-Tage in Rostock haben viel Vergnügen gebracht: u. a. einen ausführlichen und sonnigen Streifzug durch den Botanischen Garten, einen Zoobesuch, eine Abendstunde mit dem Bruder und einen Musternachmittag. Da ignoriere ich doch einfach, dass ich unbeabsichtigterweise weder ins Internet kam noch meinem Handy eine Netzverbindung entlocken konnte... und es hier ganz unvorhergesehen still geblieben ist...





J.s Quadrate im Miniheftchen...


Nun bin ich gerade wieder zu Hause angekommen und kann mich noch in die heutige Musterrunde begeben... 



... und noch mehr...


Quadrate in meinem Musterbuch.






Mit J. (inzwischen 10 Jahre alt) zusammen habe ich vor zwei Jahren schon mal gemustert, auch kariert. Und auch im Herbst 2014 gab es schon karierte Muster bei mir. Aber es ist ja ein weites Feld...






Wir haben so ziemlich zwei Stunden vor uns hin gemustert, geschnippelt, gelegt, geklebt, gezeichnet... Zum Beispiel auch einfach Papierstreifen auf einem roten Quadrat angeordnet, fotografiert und weitervermustert (Schritt 1 davon war unsere "Kreativitätsbefreiungsübung" neulich zum Batikseminar).  Das Enkelkind hatte große Freude daran und viele Ideen.











Ihr Minibüchlein bekam ich am Ende sogar noch geschenkt und durfte es mit nach Hause nehmen. Was für ein Schatz ;-).






































































Meine Lieblings-Doppelseite in ihrem Minibüchlein ist die hier:




















Und ich hab versprochen, dass ich die auch vermustern werde:








So, nun bin ich gespannt, was es so für Karos heute bei den anderen Musterern zu sehen gibt...


Mustermittwoch.
MMI - mal wieder mit dem großen Enkelmädchen Zeit verbringen.
Papierliebe - aus Resten gezaubert.


Sonntag, 1. Mai 2016

Sonntagsfreude... Sonntagsglück...













Irgendwie bin ich in diesem Jahr wirklich viel unterwegs... Nach einer wunderschönen sonnigen Teamweiterbildung nach...? Na, wohin? ... haben wir heute draußen wahre Sonntagsfreude und Sonntagsglück. Nach diesen hundekalten Tagen der letzten Wochen einfach toll... Die "rote Ecke" im Garten nimmt langsam wieder Formen an - alles neu macht der Mai haben wir diesmal wörtlich genommen -  und heute haben wir zum ersten Mal dort provisorisch gefrühstückt, nachdem das Thermometer von 8°C um 8.00 Uhr auf 14°C um kurz vor 9.00 Uhr geklettert war... 
Ein bisschen Bodennivellierung steht noch aus... Aber wir  m u s s t e n  jetzt einfach schon mal dort sitzen und die Morgensonne genießen... Und freuen uns, wenn's bald wieder noch etwas grün eingewachsen ist... Das Bäumefällen mit den herabstürzenden Baumabschnitten hatte Breschen geschlagen, die sich das Grün nun neu erobern muss.







Im gestern erwähnten Batikseminar neulich habe ich eine passende Tischdecke auf Nessel gestaltet (die noch gereinigt werden muss...), und ihr seht, auch ohne die alte "rote Bank" bleibt die Farbe Rot im Konzept. Passende Auflagen müssen wir erst suchen, bis dahin nehmen wir das, was vorhanden ist und passt, u. a. die alte rote Wolldecke meiner Mutter auf die Bank ...






Das Frühstück, mit Bäckerbrötchen, Sonntagszeitung und himmlischem Sonnenschein durch die noch zart beblätterten Gartenbäume dauerte bald zwei Stunden und nur die Vernunft hat uns aufgescheucht... Ein bisschen Tagewerk ist dann doch auch mal sonntags dran, wenn man durch die Gegend gondelt ;-)








Habt einen schönen frühlingshaften Sonntag!


Sonntagsfreude  Sonntagsglück 

Samstag, 30. April 2016

Blüten, Batik und Himmel





Es war wieder einmal so weit, ein Batikseminar mit Maria Ilona Poppendieck. "Form und Struktur" diesmal das übergreifende Thema. Wie immer färbt hier Batik auf das Leben ab und fließt Leben in die Batiken... Da bin ich noch lange nicht fertig mit dem Nachspüren...






Wir waren eine kleine feine Runde schon erfahrenerer Batikerinnen. Blümchen von der Wiese im Garten und allerhand "Form und Struktur" schmückten inspirierend die Werktische und verführten mich auch zu "Blumen in Wachs auf Papier"...










Tulpen und frisch grün belaubte Zweige waren der frühlingshafte Blickfang auf dem Esstisch, wo wir unsere gemeinsamen Mahlzeiten einnahmen und miteinander in Gespräche versanken. 





Zum Abschiedsabend kamen viele Gänseblümchen aus dem üppigen Gänseblümchenreichtum des Gartens auf den Tisch und in den Salat... (und ein Pflanzpaket davon in meinen Garten..., mal sehen, ob sie sich hier einfinden...)






Nachts schaute ich aus meinem Dachzimmer auf den fast vollen und dann den ganz vollen Mond... Morgens zwitscherten in den alten Bäumen hinterm Garten die Vögel... 










Eine intensive Zeit, die gut tat. Nun ist schon wieder eine ganze Woche danach vergangen, auch intensiv auf manche Weise, mit vielen heftigen Aprilwetterkapriolen, dabei ist doch gleich Mai...



Habt ein schönes Wochenende!

Freitagsblumen
Blumen am Wegesrand
In heaven
Samstagsplausch

Montag, 25. April 2016

Montags-Mandala (86)


Faden des Lebens

Du liegst einfach da,
manchmal unsichtbar, 
kaum wahrnehmbar.
Doch an manchen Tagen
seh ich den Lebensfaden.
Und ich folg ihm einfach nach,
ich folg dem Lebensfaden nach:
zwischen Sonnenscheiben
und Wolkenpfaden.

Uli Führe




Vor einem Jahr spürte ich ihn leicht in meiner Hand, meinen Lebensfaden oder meinen roten Faden... 












In  diesem Jahr ist schon soviel Unvorhergesehenes passiert, gibt es immer wieder Zeiten, in denen er "unsichtbar, kaum wahrnehmbar" ist, mein roter Faden, oder er sich chaotisch verschlungen und verknotet windet. So viel ist eröffnet oder offen. Und bei meiner Spielerei mit gefärbten Batikstoff-Fäden im Seminar neulich war er plötzlich ganz verschwunden, entglitten, auf den Fußboden gerutscht, der rote Faden... Ich habe ihn wieder aufgenommen, sorgsam eingepackt mitgenommen und nun spiele manchmal mit ihm, leis und leicht.


















Und manchmal, wie gestern zum Handarbeits- und Lesesonntag mit dem die Tagesverpflegung zaubernden Gefährten an der Seite, ist er wieder da, der rote Faden, ganz klar liegt er vor mir. Vielleicht sollte ich ihm einfach folgen, ohne mir über zuviel Wenn und Aber Gedanken zu machen. Eigentlich bin ich ja alt genug.









Die Tulpen auf dem Batikblütenpapier sind noch die hier, mitgereist von Sachsen nach Brandenburg, die nächste Stufe ist dann dran, wenn sie zerkleinert und zu Papier geschöpft werden.







Spuren des Gelingens beim Zusammenleben mit Geflüchteten nachzugehen, zwischen den liebevollen Gesten (danke, Astrid, für deinen Hinweis) und Ermutigung durch Gelungenes und aufrichtigen Austausch und Begegnung, ist mir sehr wichtig geworden. Es gibt ein neues Buch von Konstantin Wecker, wie ihr ja wisst, schätze ich ihn, seine Lieder, seine Lebenserfahrung und sein Einmischen. In Brandenburg lernen jetzt syrische Lehrer an der Uni Potsdam, um bald in brandenburgischen Schulen arbeiten zu können. Was für ein Gewinn und was für eine Erleichterung, wenn ausländischen Kindern in unseren Schulen auch Erwachsene begegnen, die ihre Muttersprache verstehen können. 







Ich wünsche euch eine gute Woche!