Samstag, 23. September 2017

Meine Woche 2017 (38)

Samstagmorgenblick aus dem Fenster: vielversprechend das Wetter!






Das letzte Wochenende war dann tatsächlich ruhig. Ich hatte einen Wochenendtermin abgesagt, um mal wieder richtig zu mir selbst zu kommen. Ich hatte es nötig und habe mich nur mit Dingen beschäftigt, die mir gut tun...





Spaziergang zum See. "Parade" der Hausboote.
Am Sonntag Spaziergang am Wolziger See zwei Dörfer weiter. Blick auf den Kolberg.












































Ein Lesezeichen zu Pearl Sydensticker Buck gemacht. Der Schmetterling musste noch drauf, denn der Verschluss des selbstklebenden Briefumschlags hatte was von meiner Collage weggefressen...






























Am Montag habe ich morgens Nachbars Katzen gefüttert und mich dann ein paar Stunden ganz ernsthaft meinem Haushalt gewidmet, mich sehr über Kristinas Collagepapier-Box gefreut, zwei Freundinnen zum Tee empfangen und mit der über den Ozean Weitgereisten einen Abendspaziergang zum See gemacht. Die blieb dann noch bis Mittwoch und wir hatten eine gute intensive Zeit.






Strahlendes Montagsmandala in Nachbars Garten.
Teppiche getauscht und Teppichreinigung angegangen.
Eine Papierbox voller Schätze von Kristina.
Abendspaziergang zum See. Weekend reflection.




Am Dienstag sind wir zwei wandern gegangen. Wieder einmal stand die Huschteseewanderung an. Die kannte J. noch nicht. Was hatten wir für Wetterglück. Als wir für eine längere Pause am sandigen trockenen Hang am See saßen, zirpten um uns herum die Heuschrecken, darunter blauflügelige Ödlandschrecken und in kleinen sandigen Kratern fingen die Ameisenlöwen ihre Beute. Sogar zwei Eidechsen raschelten durchs dürre Gras. Der Wind säuselte durch die Blätter der Bäume. Sechs Stunden lang waren wir unterwegs, inklusive einer Schlemmerpause zum Schluss im Waldhaus. Pasta mit Pfifferlingen... Natürlich saßen wir draußen.












Am späten Nachmittag wollten wir eigentlich noch eine Runde rudern, hatten das Boot schon ausgeschöpft und dann ließ uns das Schloss im Stich. Alle Überredungskünste halfen nicht. So tranken wir den Tee auf dem Steg und schauten in die sinkende Sonne...




Weekend reflections.
 







Am Mittwochmorgen brachte ich meine Freundin zum Bus und entdeckte, dass es mit dem Abriss des alten Lehnschulzenhauses Ernst wird, ein riesiger Kran steht bereit... Danach Heimbüro und Packen. Denn am Folgetag fuhr auch ich los, nach Sachsen.







Angekommen unterm Dach standen noch einige Manuskriptkorrekturen und Buchhaltung an. Doch nun ist schon wieder die Tasche gepackt für Freitag. Ein paar Bloggerinnen treffen sich in Dresden zum kreativen Miteinander und ich bin dabei... Da komme ich nicht dazu zu plauschen, deshalb ist meine Woche hier diesmal einen Tag kürzer... Aber natürlich werde ich berichten!











Als ich am Donnerstag in Dresden auf dem Bahnhof einen Tee trank vor der Weiterfahrt, fand ich im Café diese Postkarten. Fand ich gut. Denn es stimmt: "Die Wahlbeteiligung am 24.9. hat direkten Einfluss auf den Stimmenanteil der AfD im Bundestag... Gehst du nicht wählen, stärkst du aktiv Rechtsnationale."  Ich habe schon gewählt und mein Grundrecht per Briefwahl in Anspruch genommen. Die Auswahl an demokratischen Parteien ist groß genug. "Nichtwählen ist nicht neutral."








Habt ein schönes Wochenende!


Samstagsplausch
Weekend reflections
Papierliebe

Donnerstag, 21. September 2017

Naturdonnerstag (78 + 20) - Am Cottbuser Mühlgraben




Heute mal nur ein "Ein-Foto-Post". Ich hatte bis gestern einen lieben Gast. Da kommt die Bloggerei schon mal ins Stocken ;-). Denn natürlich greife ich nicht zur Tastatur, wenn ich so lieben und weit hergereisten Freundinnenbesuch habe. Und Posts vorauszuplanen schaffe ich gerade nicht.

























Um den Cottbuser Mühlgraben am Stadtrand weit draußen ziehe ich aber so alle zwei Wochen für zwei Tage meine Kreise, wenn ich den Gefährten begleite und wir dienstagsabends zusammen zum Japanisch-Kurs gehen. Es sieht auf dem Foto sehr viel stiller aus als es eigentlich ist, denn über die Brücke hinten führt eine stark befahrene Straße. Dennoch fühle ich mich sehr wohl dort. Bei gutem Wetter wie an diesem Spätsommertag kann ich sogar auf dem Balkon arbeiten. Mittags gehe ich manchmal spazieren oder abends mit dem Gefährten und wir folgen dem Mühlgraben zur Spree hin. Davon erzähle ich euch vielleicht nächste Woche. Vorher heißt es am kommenden Sonntag hier wieder "Mein Freund, der Baum".


Und nun seid ihr dran.


Den Natur-Donnerstag bekam ich im April von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  







Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es nicht immer schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...





Dienstag, 19. September 2017

Bilder-Pingpong (31)






Diesmal war Lucia dran mit dem Ausgangsbild...









Bei dem stürmischen Wetter draußen und noch so manchen aktuellen Stürmen draußen und drinnen hatte ich Sehnsucht nach Schutz und Schirm und habe mir einen von den grünen Schirmen da oben geangelt und hübsch gemacht...




 
15fünfzehn Nr. 39 - Beschirmt durch graue Tage


 


Grundlage war wie oft in letzter Zeit ein Gelatinedruck, diesmal wieder ein Ensō.


Bilder-Pingpong 
15fünfzehn Collagen
Creadienstag

Sonntag, 17. September 2017

15fünfzehn-Collagen 35 - 38

15fünfzehn Nr. 35 - ... und der Herbst beginnt (?)





















15fünfzehn Nr. 36 - Dunkler Tag



Wie gestern versprochen, heute wieder einmal 15fünfzehn-Collagen von mir.
Und nun auch endlich meine beiden Collagen zu den letzten beiden Eye-Poetry-Runden von Andrea Holunder.








Ein Gedicht von Ernst Jandl war Inspiration für Juli/August. 
(Und ich sehe, ich muss ganz dringend schauen, was da so draus geworden ist. So tolle Vorschaubilder...)

bibliothek

die vielen buchstaben
die nicht aus ihren wörtern können

die vielen wörter
die nicht aus ihren sätzen können

die vielen sätze
die nicht aus ihren texten können

die vielen texte
die nicht aus ihren büchern können

die vielen bücher
mit dem vielen staub darauf

die gute putzfrau
mit dem staubwedel

ernst jandl


Als ich das Gedicht bei Andrea las, hatte ich gleich weitere Zeilen im Kopf. 
Nach 

die vielen texte 
die nicht aus ihren büchern können

 endet das Gedicht bei mir - aus gegebenem Anlass ;-( ;-( ;-( - mit den Zeilen 


die vielen bücher
die nicht aus ihren kisten können

Da sind sie, die Bücher, im dunklen Keller und träumen von Befreiung...



15fünfzehn Nr. 38 - Bücher, die nicht aus ihren Kisten können.








Für August/September legte uns Andrea ein Gedicht des von mir sehr verehrten Erich Fried ans Herz. Schon zu DDR-Zeiten sammelten wir alle dort erschienenen Ausgaben und ich lese gerne immer wieder mal bei ihm.






Wintergarten

Deinen Briefumschlag
mit den zwei gelben und roten Marken
habe ich eingepflanzt
in den Blumentopf
Ich will ihn
täglich begießen
dann wachsen mir
deine Briefe

Schöne 
und traurige Briefe
und Briefe
die nach dir riechen

Ich hätte das
früher tun sollen
nicht erst
so spät im Jahr

Erich Fried




Für die Umsetzung habe ich mich für die Worte "dann wachsen mir deine Briefe" entschieden, und auch die nächste Strophe schwingt noch mit.



15fünfzehn Nr. 37 - ... dann wachsen mir deine Briefe...



Materialien für meine Collagen waren wie zum Teil schon hier wieder meine so zahlreich vorhanden gewesenen Essigbaumblatt-Gelatinedrucke, mein altes Lexikon und diverse Reste-Schnipsel aus meinen Sammelschachteln...


Eye Poetry
15fünfzehn - Sammlung bei Miss Herzfrisch
(Herbst)-Fisch am Freitag