Freitag, 20. Oktober 2017

Vor zwei Jahren am Gardasee...

... zu zweit während wunderschöner Tage und Abende. Und heute ist der, der mich seit 10 Jahren - und auch zum Gardasee - begleitet(e), seit zwei Monaten mein Mann. Was für ein anhaltend schönes Gefühl. 












Und wie ich mich über diese Bilder freue, denn sie gehören zu denen, die ich Ende 2015 mit dem Crash meiner Festplatte verlor. Aber die Gardasee-Bilder vom Oktober hatte ich Weihnachten 2015 noch auf meiner Karte im Fotoapparat... Ein paar der schönen Spiegelungen vom Gardasee wollte ich euch doch gern noch zeigen, schon vor zwei Jahren, vor einem Jahr, nun klappt es... Aber fragt mich nicht, wo das nun genau war, alles jedenfalls an der Ostseite ;-). Da müsste ich jetzt die Tagebücher rausfischen und mit den Dateidaten vergleichen... Aber eigentlich ist es gar nicht schlimm, denn an die gelösten abendlichen Stimmungen, an die erinnere ich mich ganz genau... Und so gern.





 



Mehr Gardasee mit mir könnt ihr hier finden.


 
Weekend reflections
Freutag
In heaven 

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Naturdonnerstag (78 + 22)





















So, ihr Lieben, nun bin ich nach zwei Wochen "Bildungsreise" wieder hier und es geht nun wieder wie gewohnt mit den wöchentlichen Verlinkungslisten weiter. Dankeschön, dass ihr unsere letzte Liste inzwischen so wunderbar angefüllt habt mit euren Naturbeiträgen! Da möchte ich unbedingt noch tiefer hineinschauen... Fürs erste habe ich euch nun Bilder vom Rhein mitgebracht. Vier Tage lang konnte ich ihn am Industriehof in Speyer betrachten, wenn ich den Weg übern Deich nicht scheute ;-). Manchmal war ich aber nach dem Seminar auch so geschafft, dass ich mich nur noch zum Dom und auf die Freiplätze der netten italienischen Eiscafés ziehen ließ... Eines Tages, wenn das Neubaugebiet am Rheinufer fertig ist, soll man am Rhein entlang bis in die Stadt kommen..., dann spätestens komme ich noch mal wieder auf einen Rheinspaziergang. Obwohl, eine Schiffstour auf dem Rhein hätte ja auch was... Träume... Mich beeindruckt dieser starke Fluss, im Gegensatz zu vielen anderen "männlichen" Geschlechts, immer wieder.











Den Natur-Donnerstag bekam ich im April von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  







Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es nicht immer schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...


Und nun seid ihr dran!

 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Mustermittwoch - Im Zickzack unterwegs...

... habe ich auf meiner Reise auch ein paar Anregungen fürs Monats-Muster-Thema Dreiecke und Zickzack eingesammelt... Angefangen in Köln..., natürlich gleich mit den bekanntesten und am höchsten gelegenen Kölner Dreiecken...




Im Dom.

Kölner Fassadendreiecke 1.
Kölner Fassadendreiecke 2.
In einem Kölner Schaufenster entdeckt.
Dreiecke und Zickzack im abendlichen Tagebucheintrag.





Dann ging es weiter in den Westerwald zu einer Weiterbildung. Dreiecke und Zickzack - frei interpretiert - im Zug... 






Kein dreieckiger Wein, aber als "Dreispitzige Jungfernrebe" doch so ähnlich einzuordenen..., am Schwarzpappelhof.

Herbstlich bunte Weinblatt-Dreiecke im Tagebuch.




Nach diesem schönen Naturerfahrungswochenende fuhr ich am Montag (laaaaaange) nach Speyer und fand an meinem nächsten "freien Tag" Dreicke in der Glasüberdachung des Ritualbades im Judenhof.













Am Mittwoch stieg ich wieder in den Zug, diesmal Richtung Murgtal, und habe dort mit Birgitt einen wunderschönen Tag verbracht.





Zickzack im Zug nach Karlsruhe.
Dreicke auf Heftchen aus der Kölner Museumsbuchhandlung im Museum Ludwig für Birgitt.
Just an dem Tag zog Birgitt Christines Zickzackblätter aus dem Briefkasten, wie schön...
Zickzack mit Abendsonne und Schattenwurf im Zug nach Speyer.




In Speyer beim Ecoprintkurs bin ich dann endlich auch zur Tat geschritten und habe durch Falten, Rosten und Tränken mit Farbstoff auch Zickezacks und Dreiecke produziert...










... und meine vielen schönen Drucke bei "meinem" Italiener mit Rosé aus dem Zickzack-Dreieck-Weinregal begossen, natürlich nicht ohne handfeste Pasta-Grundlage im Magen ;-).







Und nun, auf zum Mustermittwoch, im Zickzackkurs (?)


Mustermittwoch
Mittwochs mag ich kleine "Bildungsreisen"...

Dienstag, 17. Oktober 2017

Meine Woche 2017 - 40/41 - mit Anmerkungen zu Kultur

30.09.17 Keramikkunst, japanischer Tee, Blätterteiggebäck auf Bauhaus-Tisch mit Stenz. Dass ich den wiedergefunden habe, ist tiefempfundenes Glück. Ich bekam ihn vor 40 Jahren von einem Kommilitonen geschenkt. Und Bauhaus mag ich. In Deutschland gegründet, von Anfang an aber mit internationalen Künstlern besetzt und von ihnen geprägt und über Deutschland weit hinaus wirkend.
01.10.17 Ein herbstliches Mandala im Garten gelegt. Ursprünglich stammt das Mandala aus Indien. Die von mir geliebten Fensterrosen der gotischen Kirchen, die mich schon immer an Mandalas erinnerten, sind auch gar nichts genuin Deutsches.








Prieros - Berlin - Köln - Westerwald - Speyer (mit Abstecher an die Murg) und zurück in drei Betten und 10 Tagen... Ich nannte es (m)eine kleine "Bildungsreise". Da habe ich doch gleich mal ein paar Kultur-Spuren gesammelt. Astrid hat das Thema "unsere Kultur" in den Ring geworfen. Und ich tue mich schwer, fühle ich doch viel eher als Europäerin - als Kosmopolitin fehlt mir leider noch viel Welt-Erfahrung, als dass ich mich schon so nennen könnte, ich wäre gerne eine. Wir sind eine Welt. Und mit einer so unglaublich großen Vielfalt an kulturellen Ausprägungen beschenkt...



 
Meine nackte alte Fliederfrau im Garten hat sich ihr im Sommer angezogenes Weinkleid herbstlich gefärbt. Fast "züchtig" sieht sie aus, aber nur fast... ;-) Gehörte "Züchtigkeit" mal zur deutschen Kultur? Meine Oma gebrauchte das Wort noch und es war mir unangenehm, weil es nach Prüderie und einem Zwang klang, dem ich mich nicht unterwerfen wollte.

 
2.10.17 Für mich lange Zeit ein Inbegriff von "Unkultur": Bücher wegwerfen. Aber ich sehe ein, manche gehören tatsächlich nur noch ins Recyclingpapier, immerhin. Und die Hardcover dürfen neue Bücher einkleiden. Falls Aufräumen und penible Ordnung tatsächlich zur deutschen Kultur gehören, ist das bei mir nicht sehr ausgeprägt.


03.10.17 Abschied auf Zeit vom heimischen Wald. Den "Sonntagsspaziergang" - den könnte ich als Bestandteil unserer Kultur gut aushalten. Aber ich weiß viel zu gut, dass auch in anderen Ländern spaziert wird. Gut so.



4.10.17 Abfahrt. Nächtens allein auf einsamen Bahnhöfen warten zu müssen, war noch nie eine Lieblingsbeschäftigung von mir... Da gehe ich lieber abends allein im Wald spazieren. Auf dem Berliner Hauptbahnhof wurde es dann lebendiger, internationaler und es ging mir besser.








Mein Handeln sehe ich durchaus im universalen Zusammenhang. Alles, was wir tun, hat Auswirkungen, auch an ganz anderen Enden der Welt. Ob das unser andere Menschen ausbeutendes oder zumindestens benachteiligendes Kaufverhalten ist (das dazu beiträgt, indigene Kulturen auszurotten), oder aber auf der Gegenseite auch all die guten Gedanken, Projekte und Energien, die wir in ein friedliches Miteinander innerhalb unserer Grenzen und über diese hinaus investieren. Konkurrenzdenken jeglicher Art und daraus folgendes Handeln gegen die Interessen von anderen - das ist mir als Mensch immer fremd geblieben. Ein Sinnbild für universale Kultur in ihrer Vielfalt ist mir die Musik. Meine Mutter sang aus einem vielbändigen Werk "Die Stimmen der Völker in Liedern". Jedes deutsche Sinfonieorchester ist heute ein internationales. Und dennoch sind die Werkinterpretationen nicht austauschbar.






5.10.17 Auf dem Köln-Junkersdorfer Friedhof am Familiengrab der vorangegangenen Generationen. Ich mag Friedhöfe. Ihren Frieden. Und wenn sie Bäume haben, alte Bäume. Aber in anderen Ländern gibt es auch solche Friedhöfe. Aber auch andere, in meinem Empfinden seltsame.


Ich halte mich absolut für einen kulturvollen und kulturell überdurchschnittlich interessierten Menschen. Deutschsprachige Dichter, Künstler, Musiker, Denker, Philosophen, Wissenschaftler, viele darunter, die mir eine Menge bedeuten (und von vielen kann ich gar nicht auf Anhieb sagen, ob sie nun tatsächlich "Deutsche" sind. Das hat mich hinter Person und Werk nicht sonderlich interessiert.) Ich wundere mich allerdings immer (noch), dass überraschend viele Jugendliche und junge Erwachsene heute kaum noch solche Namen kennen und wenn doch, dann nichts weiter... 

Ich liebe Buchhandlungen mit Leseplätzen und Cafés. Am Kölner Neumarkt ist so eine. In Japan gibt's die aber auch, Buchhandlungen mit Leseplätzen und Cafés. Und da liebe ich die genauso, auch wenn ich viel weniger verstehe.




Mit Petra im BASTIANs stundenlang philosophiert, über Stille und Einsamkeit z. B. und was sie uns geben und wie sie uns fordern. Über Kunst. Wenn das Philosophieren zur deutschen Kultur gehört, gerne mehr davon. Eine Kultur ohne Philosophie wäre mir fern. Eine ohne Kunst genauso.

6.10.17 Einer meiner Lieblinsplätze in Köln - In die Domhüttenwerkstätten schauen. Kulturdurchdrungen. Handwerk und Künste. Auch die Kaffeepause der Bildhauer und anderen Handwerker unterm Wein und nicht am x-beliebig austauschbaren Imbissstand.
Noch ein Kölner Lieblingsplatz: Ludwig im Museum. Museen sind Kultur und ohnehin schon toll und wie gut, dass es in Deutschland so viele davon gibt. Aber mit Museumscafés sind sie noch besser, zum Wieder-Erden nach der jeweiligen Ausstellung. Aber auch ohne Ausstellung ein kulturvoller Treffpunkt. Diesmal mit Astrid und Mila und dem Gefühl, doch zu wenig Zeit gehabt zu haben, um sich in ein paar Themen richtig reinzuhängen... Bald wieder, so.
7.10.17 Mein Blick aus dem Fenster. Seminarhaus Schwarzpappelhof in Rott im Westerwald. So liebevoll restauriert und in der Verbindung zur Natur so stimmig schön. Kultur. Hat Kultur vielleicht eher mit Menschen als mit deren Nation zu tun?
8.10.17 Der eigenen Lebenslinie nachspüren. Sich angstfrei, aber sich einfühlend und berühren lassend, mit dem eigenen Tod beschäftigen. Da braucht unsere Kultur Nachhilfe.
9.10.17 Ortswechsel. Speyer. Die auffällig vielen italienischen Eiscafés sind überaus frequentiert, auch von Einheimischen, nicht nur von Touristen. Hach, lecker. Meine kleine von Italienern geführte Pension hatte allerdings meine Buchung verschusselt. Mir dann aber trotz faktisch ausgebuchtem Haus innerhalb einer halben Stunde ein schnuckliges Einzelzimmer freigetauscht, das ich ohne Umziehen von einem Zimmer ins andere 6 Tage bewohnen konnte...
Ich schätze Hotels mit Schreibtisch über die Maßen sehr. Finde das aber selten so vor in deutschen Hotels. Schlage ich zur Aufnahme in unsere Kultur vor. Dass der Fernseher zur Standardeinrichtung eines Hotels gehört, scheint mir dagegen für unsere Kultur verzichtbar.
10.10.17 Judenhof in Speyer. Judenhass ist mitnichten eine Erfindung erst des Dritten deutschen Reichs. Diese Grabsteine eines jüdischen Friedhofs in Speyer wurden schon im Mittelalter geschleift und als Baumaterial verwendet. 50 hat man inzwischen aufgespürt und z. T. geborgen und ihre Geschichten aufgeschrieben, wie in diesem Museum. Das ist auch unsere Kultur, dass sie sich ihren auch unrühmlichen Seiten aus Vergangenheit (und Gegenwart) stellt, sie nicht vergisst, dass sie mahnt, gedenkt und erinnert. Das ist mir sehr wichtig.
11.10.17 Ich besuche Birgitt und wandere mit ihr hoch hinauf über die Murg. Sie war mir eine so fürsorgliche Gastgeberin und hat mich sehr verwöhnt. Dankeschön... Gastgeber sein können, freundlich, einfühlsam und offen, auch das ist Kultur. 
12.10.17 Der erste Kurstag in Speyer. Ecoprint, mit Rost. Mehr dazu hier. In einem alten Industriehof. Mit Apfelbäumen! Ein Industriehof, der so am Leben bleibt und eine herrlich bunte Mischung an Handwerk, Professionen und Gewerbetreibende nicht nur deutscher Nation beherbergt. Lebendig. Und na klar, mit gut frequentiertem italienischem Eisladen gleich um die nächste Ecke, unter einem riesigen Walnussbaum. Wie ein Hausbaum. Gehört der Hausbaum zur deutschen Kultur? Es sollte mehr zu seiner Rettung getan werden. Er stirbt sonst aus vor lauter Beton und Zwerggehölzen.
13.10.17 Rost, Zwiebelschalen, Rosenblätter und Eukalyptus. Der wird inzwischen auch in Deutschland gezogen, so dass irrwitzige Transportwege entfallen und er dennoch für Floristik und für die Pflanzenfärberei zur Verfügung steht (hier färbt er orange auf Wolle). Die Pflanzenfärberei ist eine Kultur für sich, und die sich ihr heute widmen, ehren ihre über die ganze Erde verbreitete Kulturgeschichte, indem sie sie erforschen und weitertragen, nicht erzählt, sondern gemacht. Und weiter experimentieren. Das mag ich.
14.10.17 Die Eukalyptus-Blauholz-Drucke auf Wolle werden aus den verschnürten Rollen ausgepackt. Was für Herrlichkeiten...
Abends bei "meinem" Italiener, allein, als Frau. Leckeres Pasta-Menü mit unglaublicher Walnuss-Sahne-Sauce und ein Schoppen Rosé. Mein ganz privater Reise-Abschiedsabend. Wie habe ich ihn genossen.
15.10.17. Letzter Abend im Kurs bei Brunhilde Scheidmeir. Eine der schon sehr weit fortgerschrittenen Schweizer Teilnehmerinnen zauberte... Pflanzenfärberinnen pflegen internationalen Austausch und geben auch im Ausland Kurse. Und dennoch hat jede einzelne von ihnen ihre ganz spezifische Färbephilosphie, -kultur, -richtung und -technik. Faszinierende Vielfalt.



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