Donnerstag, 27. August 2015

Monats-Collage - August



















Alle Anstrengung der Vorsommerferienwochen ist wie weggeblasen, ein Sommer der Fülle..., obwohl ich gar nicht verreist war und viiiiiiiiel in "meinen"  beiden Gärten gießen muss/te. Nur einen Ausschnitt des Erlebten vermag die Collage zu zeigen. Und nur die Freuden habe ich hier eingesammelt. Denn natürlich gibt es Bedrückendes, das mich nicht los und oft ratlos sein lässt. Aber ich spüre meine innere Kraft wieder. 


Wieder - wie schon im Juli - konnte ich meine Collage auf einem wunderschönen Kleidungsstück ausbreiten, das mir diesmal die große Tochter und ihr Mann mitbrachten, als sie den kleinen Sohn wieder bei mir abholten. Ich finde es sehr sehr schön und weiß, dass mich die Pflanzenfärberei noch packen wird, auch wenn es in diesem Sommer noch nicht soweit war. Und ich konnte meine Collagenzutaten in einen neuen intensivfarbigen Webstoff-Beutel aus der Spielpausenwerkstatt meiner jüngeren Tochter legen, eine Überraschung dieser Tage. Die goldene Muschel fand ich beim morgendlichen Schwimmen auf dem See treibend. Die Kette schenkte mir meine Schwester an ihrem Geburtstag ;-). Denn an meinem hatten wir uns nicht gesehen...



Bloggerinnenpost gab es neben den wunderschönen Früchtchen-Sommerpostkarten und Urlaubskarten von der Schwester und von Freundinnen auch wieder, von Antje, Caro, Erika und Birgitt. Diesen Monat habe ich selber kaum Briefe geschrieben, auch wenig telefoniert, ich brauchte Zeit für mich, aber die Zeit Briefe zu schreiben kommt wieder, ich spüre das. Von Antje habe ich mir drollige "Zug-"Vögelchen - denn sie werden bis auf eins erneut auf Reisen gehen - und von Caro eins ihrer feinen "Nur-Mut-Kräuterkissen" für Schulanfänger schicken lassen. Dass Caro mit einem Teil der Einnahmen ein afrikanisches Schulprojekt unterstützt, finde ich besonders schön und wir werden das dem Schulanfänger-Buben, zu dessen Einschulung wir eingeladen sind, mit Bildern auch erzählen. Mit anderen Menschen zu teilen - das sollte immer selbstverständlicher werden.





















Im Päckchen mit dem schönen Beutel steckten auch eine mit einem wunderschönen bunten Mädchen bemalte Innenseite, eine Meeresmuschel und eine Feder aus der Sammlung der kleinen Enkelin, und ein Mini-Picasso-Vogel, denn das Thema lässt sie nicht los... Von der großen Enkelin liegen ein buntes "gekratztes" Mini-Briefchen für mich und vom Enkelbübchen ein geklebtes Häusermeer mit roter Sonne in der Collage.

Mein tolles neues Blusentop ist übrigens mit Essigbaumblättern bedruckt worden. Wer meinen Garten kennt, weiß dass ich davon im Überfluss habe. Wir werden sehen... Eine kleine Vorfreude auf den September gibt es auch: Endlich wieder ein Batikseminar! 


Und ihr so? Ich freue mich auf eure Collagen bei Birgitt!

Mittwoch, 26. August 2015

Webmuster

Nachdem ich anlässlich des Muster-Mittwoch-Themas im August mal wieder ausgiebig in dem schon in der vergangenen Woche vorgestellten Buch über Polnische Volkskunst geblättert hatte, hatten mich wieder Erinnerungen angestochen, Erinnerungen an die von der Mutter sorgsam aus osteuropäischen zusammengetragenen handgewebten Tischdecken, die nicht nur zu Feiern des Tages aufgelegt wurden und daher hat wohl keine bis heute überlebt.


Gewebtes ins Musterbuch geklebt. (Reste der Fische)


Weben dürfte wohl eine der ältesten oder die älteste "Volks"kunst sein, vor Jahrtausenden schon wurden Tücher und Kleidung gewebt. Zunächst aus geeigneten Pflanzen, später aus gesponnenen Garnen.



Aus Stoff- und Papierstreifen ins Skizzenbuch gewebt. Ein Stück Jute durch Herausziehen von Fäden grafisch verändert.



Besonders die einfachen grafischen Muster, die durch die Vielfalt der möglichen Bindungen von Kette und Schuss und durch Faden(farb)überlagerungen entstehen, mag ich sehr gern. Polen ist wohl eins der Länder, deren Textilkünstler/innen bahnbrechend die Textilkunst vom Kunsthandwerk und den "angewandten" Künsten in den Rang von "Kunst" erhoben haben. Ich erinnere mich an so spannende Ausstellungen vor Jahrzehnten im damaligen polnischen Kulturpavillon in Berlin in der Nähe vom Alexanderplatz. 



Leinwandbindung


Für unseren Mittwoch habe ich diesmal gewebt, aus Gras, aus Stoff und Papier, aus Resten, die mir beim Räumen begegnet sind, aus alten Papieren, u. a. auch Resten vom letzten Mal... 



Ich habe auch mal in den 90ern ein Stück richtig auf einem Webrahmen gewebt, aus dünnem Leinengarn ein Drehergewebe, ein Foto wahrscheinlich nicht mal gemacht, jedenfalls nicht gefunden. Leider ist es hin, da es meine Eltern wahrscheinlich von der Wand genommen hatten zum Waschen. Das war des Drehens wohl zuviel... ;-). Das Einrichten des Webrahmens mit dem Ausrechnen, Messen und Bäumen der Kette ist mir in noch so ehrfurchgebietender Erinnerung, dass ich mich da nie wieder herangewagt habe. Eine, die da mutig genug ist, ist unter den Bloggerinnen Spinne, und oft bewundere ich ihre Werke...


Köper-Bindung

Mein Grundverständnis vom Weben hat mir meine Freundin Helga Duttke beigebracht, eine derjenigen, die u. a. bei der von Michaela letztes Mal erwähnten Helga Graupner lernten. Sie, Sonja Walter und die von mir fachlich am meisten geschätzte (aber dem Vernehmen nach wohl recht strenge....) Ingeborg Bohne-Fiegert lebten ihr Leben als Künstlerinnen auch für die Volkskunst, indem sie unermüdlich "Volkskunstzirkelleiter" lehrten, nicht das "Nachmachen", sondern das eigene Schöpferische finden, auf der Basis einer akribisch erläuterten und geübten Technik in Handwerk und Gestalten, die dann Freiräume für Eigenes schuf und erlaubte. Das Buch "Textilgestaltung" (1986) von Ingeborg Bohne-Fiegert in den Achtzigern war die Initialzündung für mich selbst kreativ zu werden. Es dauerte dann zwar noch ein paar Jahre, aber u. a. begann ich schon mal Papier- und Stoffreste zu sammeln...




Mein morgendlicher Gang durch den Garten brachte mich dann auf die Idee noch mal an die "Wurzeln" der Webereigeschichte zu gehen und ein paar Grashalme zu verweben. Dafür brauche ich jetzt noch einen passenden Untergrund, fürs Skizzenbuch ist das Grasgewebe nämlich zu groß geworden...
  


Nun bin ich sehr gespannt, was mich bei Michaela und den anderen Musterern erwartet, auch mit Neugier auf das kommende Monats-Thema.

Mustermittwoch
Papierliebe
Schnipsel
Grünzeug
Upcycling 


Dienstag, 25. August 2015

Bilder-Pingpong (8)


Das Ausgangsfoto für unsere Augustrunde entstand während meiner Vorbereitungen zur Rahmung einiger meiner Collagen für meine Ausstellung vor über einem Jahr, ähnliche Fotos und andere gab es davon u. a. hier zu sehen. 


Bilderrahmen-Upcycling.

Eigentlich wollte ich wieder zu Papier und Collage greifen, das lag für mich so nahe. Dann saß ich aber gerade im Garten, es war wunderbar draußen, aber windig, nichts für Schnipseleien. Keine Lust reinzugehen, ich wollte draußen sein. Dass die beiden folgenden in diesen Minuten entstandenen Bilder irgendwie mit meinem Pingpong-Spiel zu tun hatten, habe ich erst bemerkt, als ich sie am Rechner vor mir sah... Diffuses Licht, Ameisen, und wir. Wir Menschen.

Verwackelter oder unscharfer Baumhimmel
Unfreiwillige Ameisenfütterung. Ein Stück Kaffee-Keks war runtergefallen. Wie die das immer so schnell mitbekommen. Faszinierend, wie sie das in Einzelteile zerlegten und davonschleppten...

Ich holte mir meine verschiedenformatigen SW-Ausdrucke des Fotos nach draußen. Der grafische Aspekt interessierte mich besonders, das Schattenspiel, die Linien. So fing ich an mit dem Material zu spielen, es zu ordnen, umzusortieren, wieder und wieder. Also erstmal "ordentliche Bilder". Und dann überlasse ich euch euren Gedankenspielen. Und meinen.

Das Ausgangsmaterial: 2 x A4, 4 x A5, 4 x A6, so in etwa... Die weißen Ränder habe ich abgeschnitten.
Die geeignete Stelle für meine "Gelege" im Garten. Das Licht, die natürlichen Schatten beginnen auch mitzuspielen.





















































Parallelen.



























Nochmal dieselben aus anderer Perspektive.






















Parallelen, anders.






















Immer noch Parallelen, aber versteckt, nicht offen sichtbar, mit weißer, heller Linie.





























Linie, das war ein Stichwort. Hier schwarz. Geradeaus gehen? Geradeaus sein.

























Eine Ameise macht mit.

























Setzt sich in einem Lichtsee in Szene.

Eine Zufallsgrafik entsteht.


























Gefangen. Eingesperrt. Das Licht im Außen sammelt sich im Innen. Das Licht im Innern diffundiert nach draußen. Assoziationen zu Gedanken über Gedanken. Nachdenken.































Schutz suchen, hinein dürfen, sich umwenden können, gehalten werden, sich wandeln.






























Perspektivwechsel, immer mal wieder die Perspektive wechseln: ein Schlupfloch hinaus finden, frei sein können, nicht nur leben dürfen, sondern sein Leben gestalten können.






























Licht sammeln um sich herum, einen Mantel aus Licht und leuchten.






























Große Vorfreude: Im September, also am 1. Dienstag im September und das ist gleich der 1. September (!) kommt das Impulsfoto von Birgitt
Wie geht Bilder-Pingpong? Hier bei Lucia findet ihr alles, was ihr wissen müsst.
Verlinkt mit Creadienstag.

Und nun seid ihr dran. Was ist bei euch aus dem Foto geworden?
 

Montag, 24. August 2015

Sommerpost und Montags-Mandala (54)




Ich mache dann mal da weiter, wo ich neulich aufgehört habe. Ich habe einen frischen Strauß auf dem Gartentisch, wieder Rückschnitt aus dem Schulgarten: wieder diese Gelben, dazu Cosmea und roten Garten-Amaranth, der sich in einem der Hochbeete selbst ausgesät hatte, woher auch immer.



Ende der vergangenen Woche gab es Post, Sommerpost. Die beiden Karten passen wunderbar zusammen, obwohl sie nicht aus einer Gruppe kommen. Erikas Apfel auf dem Blauen Haus war für mich eine liebe Überraschung, einfach so, außer der Reihe, ich habe mich sehr gefreut. Da in unserer Gruppe die 1. Karte leider bisher nicht angekommen ist (die Hoffnung habe ich ja immer noch nicht aufgegeben...), habe ich nun unverhofft doch am Ende mindestens auch 8 Kartein beieinander. Erika hat Seiten aus einem alten Schreibschrift-Kinderbuch mit verarbeitet.



Milas Schwarze Johannisbeeren haben mich genauso überrascht. So ein stimmiges Arrangement von Farbe und Materialien. Ich liebe diese Karte und werde sie tragen! Naja, nicht die ganze Karte, aber das gefilzte Blatt mit den Johannisbeeren kann man abtrennen und es trägt eine Nadel - denn es ist eine Brosche! Ich war sogleich hin und weg und soooo begeistert. Eine so feine Idee. Dankeschön! Und unter der Brosche so schöner Blätterdruck (?), die Karte kann sich auch ohne Brosche noch sehen lassen!



Sind sie nicht süß, die kleinen schwarzvioletten Knubbel? Sie erinnern mich an meine Kindheit. Da mochte ich sie gar nicht so sehr, die schwarzen, eine Ausnahme gab's: Nicht zu viele schwarze Johannisbeeren in Quarkspeise gerührt, hmmmmm. Inzwischen esse ich sie so vom Strauch, wenn ich denn an einen herankomme..., und auf Vanilleeis.




Fürs Montags-Mandala habe ich im Garten Zutaten in passenden Farben für die beiden Sommerpostkarten eingesammelt: Kapuzinerkressenblätter und Früchte der Mahonie, jedenfalls ein paar von denen, die die Amseln noch nicht geholt haben. Dazu ein schon herbstlich gefärbtes Akeleiblatt. Alles wieder draußen auf mein grünes Tischtuch arrangiert, heute bei besserem Licht als neulich zum Mustermittwoch...

 
Habt eine gute Woche! Und an die Kreativen die Erinnerung: Morgen öffnet hier die Linksammlung fürs 8. Bilder-Pingpong




































Seit über einem Jahr gibt es nun meine Montags-Mandalas, Zeit sie nun auch mal bei den Montagsfreuden zu verlinken!

Sommerpost-Sammlung aller Gruppen bei Frau Nahtlust.
Sommerpost aus unserer Gruppe auch bei mir.