Freitag, 31. Januar 2014

Viel auf einmal... - ich hab "Blog-Geburtstag"


Nach einer vollen Woche mit vielen Erfreulichkeiten, unter anderen: ich durfte einen wie im Flug vergehenden Nachmittag mit Rebekka "live" in Berlin erleben, auch nach über drei Stunden Austausch mit vielen Themenwechseln haben wir so gar nicht das Gefühl "am Ende" angekommen zu sein... Also nach einer vollen Woche versuche ich jetzt in aller Ruhe meine liegengebliebene Bloggerei aufzuholen, beim Samstags-Vormittags-Tee, neben dem auch am Notebook vertieften Gefährten...


Bei mir im Garten

Ich schicke heute meinem Post einen Text voraus, geschrieben von einem 11jährigen Indianer Nordamerikas (Scott Eagle), so in den 70er/80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts (wie er wohl heute leben und darüber denken mag...), abgeschrieben aus dem ganz zauberhaften und (mich sehr) bewegenden Büchlein "Weißt du, dass die Bäume reden". (Es ließ mich - das einzige Mal im Januar - schwach werden und Joker Nr. 1  einsetzen, nachdem es jahrelang nicht lieferbar war und mir nach ebenso langer "internet-abonnierter" Suchzeit plötzlich für 0,01 € angeboten wurde...)

Wozu brauchen wir die Zeit?

Damals, in den alten Tagen,
brauchten wir sie nie.
Wir richteten uns nach Aufgang
und Untergang der Sonne.
Wir mussten uns niemals beeilen.
Wir brauchten nie auf die Uhr zu blicken.
Wir mussten nicht zu einer bestimmten Zeit
bei der Arbeit sein.
Wir taten, was getan werden musste,
wenn uns danach war.
Aber wir achteten darauf, es zu tun,
bevor der Tag zu Ende ging.
Wir hatten mehr Zeit,
d e n n  d e r  T a g  w a r  n o c h  g a n z.

Der Text schien wir für mich gemacht, hat mich richtig froh gemacht, mich meine Mitte (und die Alltags-Abweichungen davon...) mal wieder deutlich fühlen lassen, und ich empfinde das mehrfache Ausgebremstwerden des Januar (Infekt zum Jahresanfang, verordnetes Zuhausebleiben- und Ruhehalten-"Müssen", Auto eingefroren, Zugverspätung, Bus verpasst...) inzwischen ganz anders, nicht mehr als "lästig", sondern als wichtig für mich, mir mein Tempo mal wieder bewusst machend, das ich in bester Absicht gehen will und das mir doch nicht gut tut und damit anderen auch nicht... Trotz der Bremsen habe ich doch alles tun können, was wichtig war zu tun.


Ein Wochenendspaziergang

Wie gern verbinde ich, was - meiner Meinung nach - zusammen passt..., und ich weiß inzwischen, nicht alle mögen es so beim Bloggen..., aber ich ... liebe Synthese). Es folgen ein paar Gedanken (und Bilder: nach 2013 nun ein neuer 12tel Blick) zu mehreren Blogaktionen, durch die ich mich inspiriert fühle, die mich bereichern, bei denen ich so spannende Blogbeiträge lesen und anschauen kann und wo ich nicht zuletzt wundervolle Menschen oft - über die Kommentare hinaus - auch per E-Mail, brieflich oder "analog" getroffen habe, die meine Leidenschaften fürs Verbundensein mit der Natur, für sinnvolles bewusstes Leben jenseits der Konsum-Wachstums-Maschinerie, für Kreativität als genuin menschliches Potenzial, für Kunst... teilen, gewisserweise also ähnlich "ver-rückt" sind wie ich und mir immer wieder noch ungeahnte Perspektiven öffnen... Inzwischen bin ich mir da nämlich sehr sicher: "Ver-rückt"-Sein ist richtig. Jedenfalls fühlt es mich für mich so an: richtig. Und Gefühle sind neben dem Rationalen viel zu lange vernachlässigt worden. Dabei geht nichts ohne. Für all das bin ich dankbar, war es auch gerade im Januar, denn den ganzen Monat hindurch wurde mir immer wieder mal bewusst, dass ich nun mit meinem Blog (genau heute) ein Jahr lang online bin, Geburtstagsfreude, Sonntagsfreude, Dankbarkeit. Die "Anstubserin" war eine meiner Töchter... Ich freue mich für mein wachsendes "öffentliches" Tagebuch, das mich leise und sacht "zwingt" nicht immer nur Notizen zu machen, sondern auch mal was (relativ) "fertig" zu schreiben, und ich freue mich über eure Reaktionen und Impulse und den so manchmal auch entstehenden tieferen Austausch hinter den Blogkulissen. Obwohl ja auch außerhalb meiner Blog-Kommunikation mit Austausch, verwandten Seelen und Freunden reich gesegnet, möchte ich die durchs Bloggen neu in mein Leben getretenen Verbindungen nicht mehr missen und bin noch immer unerhört neugierig. Was mir on- und offline immer wieder gelingt: in der Nähe und in der Ferne Menschen kennen zu lernen, mit denen man ein Stück Wegs gemeinsam geht, mal länger, mal kürzer, mal für immer. Diesbezüglich ist mir vor dem Altwerden nicht bang... Auch dafür bin ich dankbar, denn inzwischen weiß ich, dass es eine Gabe ist, von der ich viel abbekommen habe, Gott sei Dank. 

12tel Blick 2014 - Waldrand an der Trainingsbahn des Gestüts Prieros. Januar 2014/1

Bevor ich mich in eine kleine Winterferien-Blogpause verabschiede - wie schon im letzten Jahr gleich zu Beginn meiner Bloggerzeit "verspätet" - mein 12tel Blick aus dem Januar 2014... Der 12tel Blick war am 2.2.13 mein Einstieg in die Bloggerei, da darf er auch zum Bloggergeburtstag mitfeiern! Nach dem "Theatervorhang"-Blick 2013 auf die Prieroser Kirche diesmal ein klarer Blick auf die Linien von Himmel, Waldrand, Wiese und Trainings-Trabrennbahn, beim Gestüt am Rand von Prieros nach Kolberg hin. Früher konnte man dort noch am Waldrand entlang gehen, unzählige Male sind wir mit dem Kinderwagen dort gewesen, auf der Wiese, unter einer Eiche, drei Kleinkindheiten lang. Inzwischen hat sich das eingezäunte Terrain vergrößert, der Weg ist weg bzw. nicht mehr öffentlich. Die jetzt eher nur als undifferenzierter dunkler Waldstreifen sichtbaren Bäume sind neben Kiefern auch Birken, Robinien und an einer Stelle, in der Mitte: die Spitze einer Roteichen-Reihe.

12tel Blick 2014 - Waldrand an der Trainingsbahn des Gestüts Prieros. Januar 2014/2

Die Regeln des 12tel Blicks: ein Jahr lang monatlich ein Motiv aus immer der/denselben Perspektive/n fotografieren und damit seine Vielfältigkeit und seinen Wandel dokumentieren, bei Landschaftsfotos ist das vor allem von Jahreszeiten, Tageszeiten, Wetter, Werden und Vergehen bestimmt, gelegentlich auch von tierischen oder menschlichen Eingriffen. Da die Roteichenreihe als Ganzes wegen der umliegenden eingezäunten Privatgrundstücke nicht zu fotografieren ist, habe ich mich entschieden, mehrere verschiedene Perspektiven zu wählen, um ihr gerecht zu werden. Aber "der" 12tel Blick soll für dieses Jahr dieser Waldrand mit seinen verschiedenen Bäumen sein, im Bildvordergrund links mit einem schwächelnden Obstbäumchen und dem Rand eines stärkeren links daneben, dem Wiesenrand und rechts mit der gebogenen Linie der Traingsbahn der Traber. Ich vermute, dass sich hier Einiges an Farbenspiel, Wachstum und vielleicht auch an Bewegung tun wird, sollten mal Traber ihre Runden drehen...

12tel Blick 2014 - Waldrand an der Trainingsbahn des Gestüts Prieros. Januar 2014/3



Roteichen: Nicht ganz sovielen Tierlein bieten die besonders herbstschönen "Amerikanerinnen" Lebensraum und Futter wie es die "heimischen" Trauben- und Stieleichen tun, aber ignoriert werden Rtoeichen von der heimischen Tierwelt dann auch nicht. Der Gefährte hat die Roteichen besonders liebgewonnen, seit in seiner Stadt für ein überdimensioniertes Straßenbauprojekt eine bald 100jährige Roteichenallee komplett gefällt werden sollte und er bisher maßgeblich mithelfen konnte das zu verhindern. Und so war er glücklich auch hier bei mir in der Nähe Roteichen zu entdecken (und wird zu den Fototerminen an Wochenenden gelegentlich mein Begleiter sein, wie er zuletzt auch meinen 12tel Blick 2013 auf den gemeinsamen Spaziergängen liebgewann). In der Fotoperspektive ist im Waldrandstreifen - nah herangeholt - eine solche Roteiche zu sehen, die "Spitze" einer ganzen Baumreihe von einem runden Dutzend solcher Roteichen hinter ihr. (Auch wenn sie gewiss noch "Extra-Posts" wie andere Bäume durch die Jahreszeiten hindurch bekommen werden, schicke ich die Roteichen-Winter-Exemplare schon mal voraus zu Rebekkas "Mein Freund der Baum".)  

12tel Blick - Ausschnitt: die "Spitze" der Roteichen-Reihe

Ergänzend werde ich auch "ganz nah dran gehen", auf Umwegen, von hinten, mir einen Weg durch weglosen Wald bahnen und das tun, wovon ich schon im vergangenen Jahr beim 12tel Blick erzählt habe: einfach eine Weile dort sein, den Ort auf mich wirken lassen, ihn mit allen Sinnen aufnehmen. Solche Geschichten sammelt dieses Jahr Annette von blick7 in ihrem Projekt SinnBLICK2014, eine bereichernde Variante des Hinschauens: auch die anderen Sinne "zu Wort" kommen lassen, sich ihrer bewusst werden, viel wahrnehmen und sich vom Sehen, Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken anregen lassen zu Assoziationen, Gedanken, Worten, vielleicht den Fotoapparat dabei auch mal ein paar Momente lang ganz vergessen...


12tel Blick "von hinten" entlang der Roteichen-Reihe.
Diesmal habe ich
gesehen: die geschwungenen Linien meines 12tel-Blick-Motivs, graue Wolken und die kraftvollen Äste der Eiche, schneebedeckte derbe Gräser und rostendes Geländer, Hasen- und Rehspuren..., und jedes Mal (3 x war ich dort im Januar) - grauen Himmel
gehört: den Ruf des Schwarzspechts, einer einsamen Graugans, das stille Fallen der Schneeflocken aufs spröde trockene Eichenlaub...
gefühlt: Schnee! Er kam doch noch... und Kälte, soviel, dass schließlich alles zugedeckt und auch der See zugefroren war...
gerochen: kalte, feuchte Schneeluft
geschmeckt: eine Fingerspitze voller Schnee
gedacht: an das Schnee-Essen als Kind, oft nach Schweiß treibendem und Durst machendem Rodelspaß

12tel Blick-Perspektive: Fotografin hat sich um 90° nach rechts gedreht.

Mehr bei Éva: Den Mittelpunkt finden.
Mehr bei Nic: BIWYFI - Dankbar sein im Januar.
Mehr bei Ninja: Samstagskaffee
Mehr bei Katja: In heaven.
Mehr bei Maria: Sonntagsfreuden.
Mehr bei Tabea: 12tel Blick
Mehr bei Annette: SinnBLICK 2014
Mehr bei Rebekka: Mein Freund der Baum

Oh, noch mehr als "7 auf einen Streich", wenn das kein Einstieg in ein 2. Bloggerjahr ist... Aber ich verspreche, es gibt auch wieder "kleinere" Häppchen, doch ich werde wohl nicht mehr -  wie viele Monate 2013 hindurch - jeden Tag bloggen. Da kommen mir inzwischen ein wenig die Tiefe und das Lesen anderer sehr gemochter Blogs zu kurz...     

Mittwoch, 29. Januar 2014

Alles gestreift...

Nach Frau Müllerins Post vom letzten Mal war mein Sehsinn auf Blautöne aus... Der Schnee richtete sich danach während der Draußenzeiten und zeigte die Schatten in Blau... Dieser Tage habe ich auch kleine Geburtstagsgeschenke für die Enkelmädchen gepackt, und während des Sammelns für ein Bastelpapierpäckchen für die Große und für die Glückwunsch-Postkarten fiel mir so dies und das in die Hand und wanderte streifenweise auf die Karten und in mein Sammelbüchlein...(leider hab ich vergessen diese Buchseiten bei Tageslicht zu fotografieren, so dass es ein paar Blitzlicht-Reflexe extra gibt..., sorry...)

Auf der Straße
Am vereist-verschneiten See
Verschneites Boot
Aquarellstifte auf Rest vom Kalenderblatt für die "Winterfreude-Päckchen"-Postkarten, durch die Struktur desKartons ergibt sich beim nassen Drüberpinseln eine ungeplante Quermusterung gratis zu den Strichen dazu.
Origamipapier - ein dicker Block quadratischer Papiere verschiedenster Muster und Farben liegt hier, ich brauche kaum was davon, jemand von euch vielleicht?
Aus Prospekten, Einladungskarten, Kochbuch, Programmheft
dito + Geschenkpapier
Streifen aus einem Programmheft
Was sich diesen Mittwoch sonst noch für Streifen eingefunden haben oder gemalt, gezeichnet, geklebt... wurden, sammelt sich wieder bei MüllerinArt. Nächsten Monat gibt's andere Muster, ich bin gespannt, was Michaela uns zu finden "aufgibt"...

Dienstag, 28. Januar 2014

Jahreszeiten-Kartengrüße

Seit vielen Jahren habe ich Kalender im Haus hängen, oft mehrere gleichzeitig: Landschaften, Gärten, Bäume, Bibliotheken, Fotos, Malerei, Grafik... Und wenn das Jahr um ist, ist noch lange nicht Schluss mit den Kalendern. Sie bekommen oft nicht nur ein weiteres Leben. Schließlich ist ja auch heute Upcycling-Dienstag.



Manchmal wandern nach dem Ablaufen des Kalenderjahres einzelne Blätter ausgeschnitten eine Zeitlang an die Wand, manchmal hänge ich alte Kalender in einem anderen Zimmer noch mal auf, weil die Kalenderblätter so schön waren (das führt dann regelmäßig zu Rückfragen von Gästen: "Der wievielte ist heute?"). Inzwischen bekomme ich auch Kalender geschenkt, verwende sie z. B. beruflich im Unterricht als "Rohmaterial" für Collagen. Manchmal eignen sich die weißen Rückseiten der großen Kunst- oder Naturkalender auch fantastisch zum Malen oder sogar Drucken... (In meiner näheren Umgebung wissen inzwischen manche, dass solche Kalender um Himmels willen nicht ins Altpapier gehören... und ich bekomme tolles "Rohmaterial" für diverse Werkeleien geschenkt...)



Die Verwendung von Kalenderblättern als Briefumschläge hatte ich schon einmal gezeigt. In diesem Jahr kam ich durch die wunderbaren Postkarten-Jahresprojekte von MüllerinArt (Jeden Tag eine Postkarte) und Miss Herzfrisch (Papiergeschichten) auf die Idee, meine Kalendervorräte mal auf Postkartentauglichkeit hin zu untersuchen und ein bisschen zur Jahreszeit heraus- und herumzuschnippeln und zu verkleben, ein paar Stiftstrichlein gab's auch...



Nach dem Zerschneiden der ersten Kalenderblätter auf Postkartengröße und den zwei Wintervögel-Postkarten für die Enkelmädchen-Geburtstagskinder ging es hinein in einen wahren Schnippel-Rausch und "Husch husch die Waldfee" (sagte mein Vater manchmal, wenn wir uns beeilen sollten) oder "ruppstrupp erledigt" (sagte meine Mutter, wenn sie meinte, das etwas ganz fix ging) lagen die Karten Nr. 4 bis 20 auf meinem Tisch. (Geschrieben und verschickt werden wollen sie aber noch :-)...)



Da ich nun schon fast einen Monat lang im "Jahr ohne Zeug" lebe, versteht sich von selbst, dass für die Karten neben den Kalenderblättern auch nur Altes und Recyceltes als Zubehör verwendet wird - aktuell diverses farbiges oder bebildertes Papier aus Zeitungen, Zeitschriften, Flyern - und als Kartenuntergrund und -rahmen durchaus auch mal eine Ansichtskarte, die ich wegen Bonbonfarben oder farblicher Schrillheiten beim besten Willen keinem Adressaten zumuten wollte, und das oft schon über Jahre. Viele Vorräte... So dünne ich sie jetzt mal ein bisschen aus und schicke sie zerschnitten, neu zusammengesetzt und überklebt als Jahreszeitengrüße hinaus in die Welt.



Jetzt fliegen sie erst mal zum Creadienstag und zum Upcycling-Dienstag und die ungefähr postkartengroße Granitrestplatte aus dieser Küche hier kann heute mal mit hinüber zu den Alltagshelden. Sie leistet beim Beschweren der frisch geklebten Karten die allerbesten Dienste, klein und plan und schwer liegt sie drauf...















Mehr Upcycling-Dienstag-Projekte.
Mehr vom Creadienstag.
Mehr Helden des Alltags.

Samstag, 25. Januar 2014

Sonne, Blau und Schafe am Waldhimmel...

Nur einen Tag nach dem Grau meines letzten Himmels ein ganz und gar erfreulicher Blick in den sonnigen Waldhimmel vor der Haustür und darüber - durch den Blauhimmel zogen wollige Schafe, sehr zielstrebig, wie es aussieht, in den Norden.


Hier ist's kalt und weiß, aber wunderschön anzusehen und mit genug warmen Häuten um sich herum auch gut rauszugehen... Und eine Bloglesezeit wünsch' ich mir auch noch heut' oder morgen, mal sehen, ob es klappt. Ach, die liebe Zeit... Wir schlürfen gerade einen Samstagstee (heut nur visuell als Text: grün, indisch, mit Rosenblättern aus Porzellanteebechern, japanisch...), grüßen in Ninjas Samstagskaffeerunde, (Foto fällt aber aus...). Habt ein gar feines Wochenende!

In heaven heute wieder bei Katja.

Donnerstag, 23. Januar 2014

Collage in Grau...

Neue Fotoaktion 
Es ist irgendwie lustig, seit Michaela ihren Mustermittwoch und Nic ihr Fotoprojekt "Beauty is where you find it" Anfang des Jahres von ihren Impulsen her etwas "strenger" gefasst haben, geraten meine Posts dazu mehr und mehr zu Tagebuchnotizen. Ich sammle auf und ein, was mir zu den Themen in die Quere kommt, draußen und drinnen, und beschäftige mich so nebenbei damit... Die Collage heute (auch das letzte Mal war mein BIWYFI schon collagenhaft bebildert...) ist während der vergangenen Woche entstanden: Funde und Reste aus Lesen, Schauen, Arbeiten, Aufräumen, Wegräumen, Nachdenken, Schreiben, Finden, Loslassen, Schenken... bekamen ein "Zwischenlager" auf silbergrauem Geschenkpapier.








Weitere Collagen sind hier zu finden.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Tagebuchnotizen, gestreift (2)

Der Mustermittwoch ist diesen Januar gestrichelt, gestreift, liniert... Irgendwie sehe ich nun immer und überall Streifen, allein gestern..., alles gestreift...

Packstation - das Winter-Jahreszeitenbriefe-Zubehör sortiert - in Streifen...
Postkarten geschrieben - mit Zeilen versehen die eine und blaue Eisbergstreifen bewundert auf der anderen...
Aus Jahreszeitenbriefe-Fehldruckpapier, -Papierresten und mit Stift und Kleber...
... eine Jahreszeitenbriefe-Mustermittwoch-Winter-Strichel-Streifen-Collage ins Tagebuch befördert.
Durch gestreiften zart winterlich geschmückten Kiefern(hier:Stangen)Wald zum Briefkasten "ins Dorf" gewandert.
Rund um den neuen 12tel Blick 2014 Streifen und Linien gefunden...
Von Sturm und Regen niedergelegte Gräser linieren beschneit dreimensional vor sich hin...
Diesmal mal kein Ast..., sondern ein "malerisch" abblätterndes, rostendes, verschneites Stahlgeländer rund um die Trainingstrabrennbahn am 12tel Blick.
Auf dem Rückweg gefunden - Streifen in den Schnee gefahren und Linien in den Beton gebrochen
Farbe im winterlichen GrauBraunWeiß - die frisch erneuerte Fontane-Wanderweg-Kennzeichnung, natürlich gestreift!
Geheimnisvolles Linienmuster entdeckt und ...
teilweise aufgedeckt ;-) - Winter-Spielerei, der unverhoffte Schnee macht' möglich!
Beim Heimkommen eine echte Müllerin-Streifen-Postkarte aus dem Briefkasten geholt - große Freude!
Ein sehr schöner gestreifter Dienstag, mit viel "Einfach So Sein", ganz nach meinem Geschmack... Was aus meinen Aquarellstift-Streifen vom letzten Mittwoch geworden ist, könnt ihr beim Frauenfrühstück sehen...

Und die Streifen und Linien der (mir scheint's wachsenden!) Mittwochs-Musterer-Schar bei Michaela findet ihr hier.

Montag, 20. Januar 2014

Frauenfrühstück...

Frauenfrühstück - kreativ, mit aufgehübschten Käseresten, Mini-Upcycling, Stiftgestrichel, freigelassenen Büchern, Kindermund und vor allem mit Herzblut.



Schon lange habe ich nichts in Katjas Rezeptesammlung eingebracht, und heute ist's auch eher ein Notbehelf. Ihr wisst ja, meine PIN war vergessen und ich kam zum Wochenende in Bargeldnöte. Doch Resteküche ist meine Spezialität... Zum ersten Frauenfrühstück des Jahres mit den zwei hiesigen Lieblingsfreundinnen war ich beauftragt den Käse mitzubringen. Ohne Moos nix los... Aber im Kühlschrank stand noch ein frisches Frischkäsepäckchen, und aus dem hab ich kurzerhand vier kleine leckere Käsetöpfchen gemacht.




Dazu wird der Frischkäse auf vier Rührschüsselchen verteilt. Um verschiedene Geschmacksnoten zu erreichen, wurden diverse Zutaten unter je eine Frischkäseportion gerührt:

1. Oliven-Frischkäse: drei bis vier zerkleinerte Oliven
2. Kräuter-Frischkäse: einige Prisen einer feinen mediterranen (oder Bauerngarten-)Kräutersalz-Mischung
3. Nuss-Frischkäse: ein Teelöffel gehackter Mandeln (oder Walnüsse oder Haselnüsse) und eine Teelöffelspitze Mirabellen-Gelee (oder z. B. Orangengelee, Quittengelee...)
4. Fruchtig-pfeffriger Frischkäse: Frischkäse mit einer Schicht Mirabellengelee (oder siehe unter 3.) bedecken und kräftig mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreuen
Die Frischkäsezubereitungen in je ein farbiges Espressotässchen streichen (oder in andere passende nette kleine Gefäße) und noch etwas verzieren. Zusammen mit ein paar anderen Köstlichkeiten sah mein kleines Tablett dann so aus und alles mundete - zusammen mit den Leckereien der anderen Frauen - gar trefflich.



Unsere Frauenfrühstücks-Tradition währt nun schon 5 Jahre, und so habe ich den beiden anderen Frauen in der Runde eine kleine Jubiläumsgabe mitgenommen. Nichts Gekauftes, denn ich kauf' ja  ein Jahr lang kein Zeug, sondern es gab "Freigelassenes" - meine Dubletten von Erich Kästners "Lyrischer Hausapotheke", darin ein zur jeweiligen Frau passendes Blatt aus einem sich in Auflösung befindlichen Sprüchekalender, eine Probierportion japanischen grünen Puder-Tees und ein "geistreiches" Schokofrüchtchen für alle Fälle (beides aus den sich wundersamerweise immer wieder auffüllenden Vorräten des Gefährten), ein wiederverwendetes Geschenkband herumgeschlungen:



Versteckt in den Büchern waren Heftchen aus den Streifenkarten vom letzten Mustermittwoch, bemalt mit Lieblings-Aquarellstiften, versehen mit einer "Doppelseite" aus einem übrig gebliebenen Stück Marmorpapier, diese beschriftet mit dem Lieblingsfüller und dem Spruch, der hier schon mal zum Zuge kam, gebunden mit altem Stopfgarn aus einer mir zugelaufenen Restegarn-Wundertüte, beklebt mit einem farblich passenden Herz aus Geschenkpapierresten. Ein winziges Upcycling-Projektchen, eins mit Herzblut. 



Wie überhaupt das Frauenfrühstück mit den besten zwei Freundinnen hier in meiner Nähe (und gelegentlich mit Gästen, darunter sogar manchmal Männer) mir sehr ans Herz gewachsen ist. Der Tag im Monat, an dem wir ein paar Stunden zusammensitzen, essen und reden, am jeweils wunderschön gedeckten Tisch, reihum bei einer von uns Dreien, ist ein wahrer Festtag, auf den wir uns jedes Mal herzlich "vorfreuen". 



Im letzten Sommer war zu diesem "Festtag" gerade meine 7jährige Enkelin eine Ferienwoche lang allein bei mir und ich nahm sie mit zum Frauenfrühstück. Sie aß mit Vergnügen, bewunderte den festlich gedeckten Tisch, lauschte unseren Gesprächen und malte und las zwischendurch. Sie war dabei und doch kaum zu merken. Kurzum, sie genoss ihre Aufnahme in die "Frauenrunde". Auf der Rückfahrt nach Hause ergab sich zwischen ihr und mir folgendes Gespräch: 
"Oma, wenn Mama auch hier wäre, hätte sie gar nicht mitkommen können zum Frauenfrühstück..." 
"Wieso denn nicht?" 
"Na, die hätte ja auf H. (das kleine Brüderchen) aufpassen müssen." 
"Hm, den hätten wir doch auch mitnehmen können..." 
"Aber Oma, das war doch ein Frauenfrühstück und kein gemischtes Frühstück!"
... 
Macht's gut, ihr Frauen ;-)


Die Frischkäsevariationen melden sich bei Mhhhhh My Monday an.
Meine Lieblingsstifte samt Frauenfrühstück reihen sich ins Herzblut-Projekt bei Blick7 ein.
Enkelins Kindermund schicke ich noch fix zur Spielpausen-Kindermund-Sammlung.
Die "Jubiläumsgabe" aus Buch und Mini-Büchlein reist zum Upcycling-Dienstag.
Und alles miteinander zum Creadienstag.