Samstag, 4. März 2017

Meine Woche 2017 - 9




Meine 8. Woche war ja schon mit dem Mittwoch zu Ende gegangen... Seitdem befinde ich mich in einer seltsamen Zwischenzeit. Vorbereitungen und noch einmal mehrere Stationen, bevor es am Sonntag auf unsere große Reise nach Japan geht...












Am Donnerstag unterbrach ich die Fahrt nach Freiberg für eineinhalb Stunden in Dresden, um mir auf dem Neumarkt gegenüber der Frauenkirche das "Monoment", eine Installation des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni, in der er Dresden und Aleppo aufeinander bezieht, anzuschauen, es auf mich wirken zu lassen. Mit offenem Herzen.











Ich bin froh darüber das getan zu haben, mich berühren zu lassen von den unterschiedlichen Perspektiven, aus denen man das Kunstwerk betrachten kann, von den Assoziationen, die es in mir ausgelöst hat, von den Menschen, die um es herumgehen, es betrachten, lesen, miteinander leise sprechen oder still sind. Auch der Künstler selber ist öfter da. Hier ein Interview.













Am Freitag hatte der Gefährte eine Kette von Terminen abzuarbeiten, zu denen ich ihn zum Teil begleitete. Gegen Nachmittag machten wir unseren Wochenendeinkauf, währenddessen kam mal wieder eine Schicht Schneegriesel vom Himmel unten an.









Am Wochenende habe ich gelesen, ich hatte absichtlich kein Notebook mitgenommen. Was denken eigentlich Studenten von heute über die Zeit der 60er Aktivisten? Viel hat sich seitdem verändert, Vieles aber auch gar nicht. Und mancher mag sich nicht nur hinter Glas, sondern lieber gleich hinter Mauern verstecken vor den Dingen, die uns ja doch alle angehen.








Der Nachmittagsspaziergang führte uns auf den Obermarkt in Freiberg. Sonnenbaden auf den Stufen des Brunnens auf dem Obermarkt.








Am Sonntag wieder - diesmal durch den Albert-Park hindurch - ein Stadtspaziergang, mit Kaffeetrinken, in aller Ruhe. Drumherum Lesen für mich, Arbeiten für den Gefährten.










Montag chauffierte ich den Gefährten nach Cottbus an den Arbeitsplatz, ich selbst fuhr weiter nach Hause. Die letzten Reisevorbereitungen, Arztbesuch, Apotheke, "Heim-Büro"...







Das Wetter war wenig einladend für ein Montags-Mandala draußen, so ließ ich es bei ein paar Tulpenblütenblättern in einer Schale aus Jeans-"Papier" der Freundin.








Gästebetten abziehen, Wäsche waschen, Kalender weiterblättern, Post erledigen, Sachen zurecht legen für den Reisekoffer... So vergingen die Tage. Mit wunderbaren Zwischendurchfreuden auch.








Winterferienpost meiner Mädchen und Paper-Swap-Sendungen von Franca und Melissa...








Aus den Gelb- und Orange-Anteilen dieser schönen Papier-Post habe ich dann gleich mal die 5-Minuten-Collage gelegt, so früh war ich noch nie... 
Am Mittwoch dann erreichte mich ein wundervolles Päckchen von Heidi. Mit ihr hatte ich einen Tausch ausgemacht. Batikstoffe von mir für sie, eine Mandala-Schale für mich. Es wurden gleich zwei Schalen, zauberhaft schöne Schalen, je nach Lichteinfall sehen sie immer wieder anders aus. Und diese schönen Blütenränder. Eine herrliche Frühlingsblütenpost gab's obendrauf. Ich freue mich so an dem Anblick und bin sowas von glücklich!








Abends besuchte ich mit Freunden eine Andacht zum Beginn der Fastenzeit. Eine sehr schöne Einstimmung in der kleinen turmlosen Hallenkirche im Nachbarort Gräbendorf.









Seit dem Donnerstagmorgen, als es zunächst noch ganz freundlich am Himmel aussah, stürmt und regnet es und ich werde und werde mit meinem Laub nicht fertig... Da wird sich wieder das eine oder andere Pflänzchen mächtig durchpieken müssen, um ans Frühlingslicht zu kommen. Denn nun macht die Gartenarbeit, gerade mit heilender Schulter vorsichtig wieder begonnen, ja schon wieder drei Wochen Pause.









Mittags zog ich aus dem Briefkasten einen Freitagsfisch an Land.









Beim Ordnen des Werktischs und Sortieren einer "Papier-Sammel-Gabe" einer Freundin fand ich gestern diesen Seneca (1 - 65) zugeschriebenen Ausspruch. So sehe ich das ja auch, und Seneca schon vor so vielen Jahren. Die Welt zur Heimat machen? heißt ein Buch meiner Masterbetreuerin zur globalen Perspektive im Sachunterricht. 









In diesem Sinne packe ich nun die letzten Sachen, hole den Gefährten ab und wir machen uns auf nach Japan. Inzwischen bin ich ganz bereit mich einzulassen auf dieses ferne Land. Für die Lektüre auf dem langen Flug habe ich mir noch Florian Coulmas' "Die Kultur Japans" mitgenommen... Internetfasten ist beschlossen. Ein Fastenkalender ist im Gepäck. Verschiedene Ziele in Tokio und bei Nagano sind anvisiert, auch mit Petras Unterstützung, aber wir werden uns (auch) sanft treiben lassen. Auch einfach still sein. Uns von Stille und Leere füllen lassen. Wir sind gespannt. Auch hier wird es nun ganz still bis zum letzten Sonntag im März zu "Mein Freund, der Baum". 

Habt eine gute Zeit inzwischen.



5-Minuten-Collage
Freitagsfisch
In heaven
Samstagsplausch