Sonntag, 25. Februar 2018

Meine Woche 2018 - 08


























Wenn schon kaum Schnee bei uns in diesem Winter, so doch nun ziemlich frostige Temperaturen, Eiskunst im Regenfass... Und den gar nicht so weit von uns weg liegenden kleinen Tierpark haben wir kennengelernt. Ein schönes fußläufig gut erreichbares Ziel mit viel Grün... Wir waren gleich zweimal dort. Auf dem Weg dahin entdeckten wir eine neue Perspektive auf die Petrikirche.











Die Zwischenzeiten am Wochenende gehörten wieder dem Lesen am Kaminfeuer. Abends habe ich mich mal an einem neuen Curry ausprobiert, Zwiebeln, Möhren, Banane, sehr lecker...





Den Fastenimpuls konnte ich ab Donnerstag gleich hin die Tat umsetzen...





Montag und Dienstag plätscherten mit Büroarbeit, einigen Besorgungen für die anstehende Reise und dem "Vorproduzieren" von drei Posts so vor sich hin... Das Wetter war herrlich, um draußen unterwegs zu sein. Wenn jetzt noch ordentlich Schnee läge, sagt sich offenbar auch der etwas heruntergekommene Schneemann...






Tauben auf dem Dach des Ratskellers. Dort ist auch der Festsaal der Stadt, den gucke ich mir kommenden Mittwoch an.
Kleiner Griesgram...




Am nebligen Mittwochmorgen ging es auf die Reise nach Bergisch Gladbach. "Alle Anschlüsse wurden erreicht." und ich kam pünktlich genug für einen schönen Abendspaziergang in meinem Quartier an.





Muldenhütten im Morgennebel.
An Birken kann ich unterwegs beim besten Willen nicht vorbeigucken...
Malteser Komturei Herrenstrunden.
Mit ein paar Schritten ist man hinauf und hat Aussicht... Die letzten Stürme haben sie noch mehr geöffnet.




Nach dem Frühstück am Morgen ging es den mir schon von vor zwei Jahren vertrauten Weg entlang der Strunde und durch den Auwald zur Papiermühle "Alte Dombach"... Dort erwartete mich der zweitägige Art-Journal-Kurs bei Michaela. Davon werde ich am kommenden Mittwoch noch mehr erzählen...











Das erste Mal habe ich dort mit Acrylfarben gedruckt und mich mit ihnen angefreundet, ich verwende eigentlich immer Linoldruckfarben, das erste Mal habe ich auch Musterschablonen aus Freezerpapier geschnitten und Gefallen daran gefunden damit zu drucken... Und nicht zum ersten Mal habe ich mich (gar nicht) gewundert, wie schnell ein Arbeitstisch im Druckrausch von kreativen Frauen in liebenswertes Chaos gestürzt wird... 










Abendspaziergang an der Strunde zurück in die Komturei, es war schon dämmerig..., und morgens bei herrlichem Sonnenschein wieder zurück zur Papiermühle... Einen Weg zur Papiermühle über die sonnigen Höhen zu erproben, dazu fehlte leider doch die Zeit.











Am zweiten Kurstag stand das Binden unserer Gellidruckseiten auf dem Programm. Koptische Bindung und Kettstichbindung. Nadel und Faden traten in Aktion und am Ende kam eine schöne kleine Ausstellung mit frisch gebundenen Büchern und Heften zusammen...











Wir waren superpünktlich fertig, eine der Teilnehmerinnen fuhr mich netterweise zum Bahnhof, und ich bekam eine Bahn nach Köln, bevor die nächsten schon wieder ausfielen (wie offenbar auch schon davor)... Also mein Rückfahrt-Plan wäre fast komplett gescheitert. Ist er aber nicht... und ich kam pünktlich am nächsten Morgen zum Frühstück mit dem Gefährten wieder an... Zugegebenermaßen musste dann aber ein Mittagschläfchen sein...







Dom-Blick mit Mond vor Abfahrt meines Zuges in die Nacht.


Samstagsplausch
Mein Freund, der Baum ist heute morgen erschienen!

Mein Freund, der Baum (59) - Trauerweide im Kloster Altzella










Von meinem Spaziergang rund ums Kloster Altzella habe ich euch kürzlich hier und hier schon erzählt, aber einen Baum hatte ich für heute aufgehoben, der sofort meine Blicke auf sich zog, als ich das Auto parkte... Was für eine wunderbare dicke alte schöne Trauerweide mit zweistämmiger Krone...













Die erste Trauerweide lernte ich so ungefähr als Sechsjährige kennen, als wir aus Berlin nach Lindow bei Neuruppin zogen und dort Trauerweiden das Kanalufer zum Vielitzer See hin säumten. Dass die Weide mit ihren hängenden sanft schwingenden dünnen Zweigen traurig war, war für mich  auch als Kind schon unübersehbar. Vermutlich war es auch der erste Baum, den ich wirklich kennenlernte und mir merkte. (Wenig später waren es dann Kastanie und Eiche, weil wir deren Früchte jahrelang für die Tierfütterung sammelten. Und als wir an den See zogen, die Birke...) Aber warum die Weide eigentlich trauerte, blieb ihr Geheimnis...



















Wann
immer ich eine Trauerweide sehe, gehen die Gedanken doch wieder zurück zur ersten und an dieses Wort, dass ich da als kleines Kind zum ersten mal hörte, verstand und aufnahm: Trauerweide. Und ich erinnere mich an die Trauer meiner Mutter, deren Mutter und zwei Schwestern verstarben, als ich noch Kind war. Damals bekam man solche Nachrichten per Post, Telefonieren über die deutsche Grenze hinweg war schwierig, und zu den Trauerfeiern zu fahren auch nicht möglich. 
















Aber ich mag sie sehr, die Trauerweiden, und ein bisschen von ihrer Bedeutung als Baum der Trauer verlieren sie regelmäßig für mich im Frühjahr, wenn sich ihre ohnehin so schön hellen Zweige begrünen. Dann ist ihr Anblick Freude pur und es ist wieder Zeit für eins meiner Lieblings-Chorlieder, das wir in den 90ern vom Damenchor aus Bad Honef lernten: Junger Weiden grüne Fahnen..., damals, als das Fahrenkönnen von Ost nach West endlich zur Normalität wurde...








































Regelmäßig am letzten Sonntag im Monat veröffentliche ich einen Post über Bäume, meine Beziehung zu ihnen und manchmal erzähle ich aus Geschichten von Bäumen. Ich singe Loblieder auf die Baumwesen und meine Liebe zu ihnen ist nicht zu übersehen. Denn wo ich auch hinkomme, gehe ich auf Entdeckungsreise zu Bäumen.










Wer möchte, kann mitmachen. Ab der Veröffentlichung meines Posts hier im Blog habt ihr drei Wochen lang Gelegenheit eure Beiträge zu verlinken. Habt ihr einen Baumfreund? Oder gleich mehrere? Übrigens - es müssen nicht unbedingt Fotos sein von Bäumen, die ihr veröffentlicht. Gern könnt ihr euch auch anders kreativ euren Bäumen nähern und sie uns nahebringen.





Donnerstag, 22. Februar 2018

Naturdonnerstag (78 + 38) - In Neubukow





Blick über den Mühlenteich zur Kirche Neubukow.



Fischtreppe am Hellbach, die u. a. von dort stabil wieder angesiedelten Meerforellen-Populationen auf ihrer Wanderung genutzt wird.







Als ich neulich zur Tochterfamilie nach Mecklenburg fuhr, habe ich mit dem Buben den Ort erkundet. Hellbach, Mühle und Amtsgarten liegen in Neubukow eng beieinander, sind über barrierefreie Wege erschlossen und lassen viel Freiraum zu zum Entdecken.. Zudem ist der Ort Ausgangspunkt für weitläufige Wanderungen den Hellbach entlang bis hin zum Salzhaff bei Rerik und somit naturräumlich vielfältige und artenreiche sowie von der Eiszeit geprägte Hinterland-Landschaft nahe der Ostsee. Auch ein Pilgerweg führt den Hellbach entlang. Fürs erste haben wir uns mit einem Ortsspaziergang zum Amtsgarten begnügt und hatten viel Freude daran uns dem Entdecken zu überlassen. Wie ihr sehen könnt, bei allerherrlichstem Wetter. Der sonnige Himmel war so blau, dass er mühelos auch das Wasser leuchtend blau färbte. Herrlich erfrischend...





 
Über den Berg und um ihn herum führen frisch angelegte barrierefreie Wege durch ein Naturschutzgebiet, auf denen man, die alte Wassermühle passierend, den Amtsgarten erreicht.

 



Auf dem weitläufigen Gelände des kürzlich neu gestalteten Amtsgartens entlang des Hellbachs befinden sich ein Spielgelände, einige Fitness-Geräte sowie zahlreiche Sitzgelegenheiten in kleinen Rondellen an den weit geschwungenen Wegen. Zahlreiche frisch gepflanzte junge Bäume säumen die Parkanlage und werden eines Tages Schatten spenden. Jetzt, im Winter, waren wir geradezu dankbar für jeden Sonnenstrahl, der uns erreichte... 





Fitnessgeräte zur Förderung von Kraft, Gelenkemobilität und Gleichgewicht.
Im unmittelbaren Einzugsgebiet der Parkanlage befinden sich eine Kita (links) und ein Gebäudekomplex altersgereches Wohnen.
Der Kirchturm spitzt in die Baumkronen.








Der Uferbereich der Parkanlage entlang des Hellbachs ist im Gegensatz zur mit vielen Gehölzen und einigen Stauden gestalteten Anlage sehr naturnah belassen. Auch hier laden Sitzgruppen ein das Gewässer hautnah zu erfahren. Und natürlich gibt es einen zu dieser Jahreszeit etwas feuchten wilden Uferweg dicht am Wasser, den der Enkelbub mit Begeisterung erkundete...







Hier war der Sturm im Einsatz.





Einer der Parkwege führt wieder zur alten Mühle, er liegt im Schatten und war noch ganz "gefrostet"... Auch hier wieder Sitzrondelle, die wahrscheinlich im heißen Sommer äußerst beliebt sein werden. Zwei freundliche und uns grüßende Gemeindearbeiter (wer sagt eigentlich, dass Mecklenburger so verschlossen wären....) waren gerade dabei die Papierkörbe zu leeren. Man merkt der Anlage die regelmäßige Pflege an und dass es da Menschen gibt, die "ein Auge drauf haben".






Mühlenteich und Mühle kommen, von der anderen Seite, wieder ins Blickfeld.
Hier, im Schatten der Hügel und Bäume, ist es noch frostig.




Um den Berg an der Mühle herum kommen wir wieder an den Mühlenteich und freuen uns noch mal über den blauen Himmel im Wasser... Unsere große Runde geht zu Ende... Zwei Stunden waren wir auf den Beinen, ohne es eigentlich zu merken. So ist das, wenn man in spannendem Terrain unterwegs ist, der Bub auch mal rennen kann und Stöckchen ins Wasser werfen darf, eine Höhle am Wasser entdeckt wird, ein Spielplatz erklettert werden kann und sich auf geheimnisvollen Wegen immer wieder Neues zeigt. Ach ja, überhaupt, das einfach Draußensein, das ist's wohl auch...






Himmel im Mühlenteich.
Die alte Wassermühle. Unsere Runde geht zu Ende.


Weekend reflections 
  Den Natur-Donnerstag bekam ich im April 2017 von Jutta zur weiteren Pflege anvertraut. Hier könnt ihr auch in ihre 78 Sammlungen noch einmal hineinschauen. Und hier findet ihr alles, was sich inzwischen bei mir versammelt hat.  







Von euch sind eure Natur-Bilder und Naturliebe-Geschichten gefragt, wo immer sie euch begegnen, auffallen, anrühren. Verlinkt werden kann jede Woche von Donnerstag 8.00 Uhr bis Freitag 22.00 Uhr. Die Posts müssen nicht am Donnerstag veröffentlicht sein, aber bitte einen Link auf meine Seite enthalten.

Ich bedanke mich bei euch sehr, auch wenn ich es nicht immer schaffe, bei jedem vorbeizuschauen...



Mittwoch, 21. Februar 2018

Im kleingemusterten Gesichterbuch geht's weiter...

Meine Kiste mit für Susannes Papierliebe gefundenen und gesammelten Gesichtern wird nicht leerer... Und meine Lust die ins Gesichterbuch zu kleben und z. T. mit Mustern zu versehen, lässt auch nicht nach... Heute zunächst Doppelseiten mit Rot. Die Farben richten sich einfach nach dem, was ich finde, denn eine Vorliebenfarbe von mir ist Rot eigentlich nicht. Aber was soll ich machen, wenn mich Rotes anspringt, das passt... Die Materialien finde ich beim Zeitunglesen und beim Blättern in Katalogen oder in meinen Sammelkisten. Die kleinen Musterstempel in meiner Stempelbox.





Das verborgene Angesicht.
Das verborgene Antlitz.
Erkennt ihr links das Profil wieder? Das Negativ bot sich geradezu an nun auch weiter verwendet zu werden...





Manchmal gibt es Zeitungsartikel, in denen Menschen porträtiert oder interviewt werden. Da erlebe ich es gar nicht so selten, dass mich irgendetwas in Gesichtern anzieht und ich deshalb den Artikel lese oder ihn neugieriger lese um herauszubekommen, was hinter diesem Gesicht für ein Mensch stecken mag, was er macht, wie und warum. Manches schneide ich dann aus. Nun kleben ein paar der Porträts mit den zusammengefalteten Artikeln in meinem Gesichterbuch. (Die ewig unterkühlt-gelangweilt-nichtssagenden Model-Gesichter dagegen lassen mich gänzlich kalt, da springt nichts über...)






Ein Meditationslehrer und ein Lauftrainer arbeiten mit Gefangenen auf Rikers Island in New York.
Was macht die Rolle des Menschen im Kreislauf von Geben und Nehmen und Weiterreichen aus? Esther Kinsky.
So gänzlich uneitel...



Die mir in einem PaperSwap-Brief zugeschickten Picasso-Streifen hatte ich euch schon Anfang des Monats gezeigt. Ich habe das Gesicht wieder zusammengesetzt, die überlangen Streifen zerschnitten und die Restpapiere als Basis für zwei weitere Gesichter auf der Gegenseite weiterverwendet. Die Kunstauktionsseiten der großen Tageszeitungen sind auch eine Fundgrube für Porträts. Da fand ich den zweiten Picasso.










Nun bin ich schon auf dem Weg nach Bergisch Gladbach und freue mich unbändig auf zwei Kurstage mit Michaela unterm Dach auf dem Gelände der Papiermühle Alte Dombach. Hach, schön... Am Wochenende dann schaue ich mir an, was es an neuen Mustern in der Sammlung gibt.

Mustermittwoch
Papierliebe